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Vogelzugvorhersage

Vogelschlagrisiko-Vorhersage für Mitte Februar bis Mitte März 2020

Die ersten Kurz- und Mittelstreckenzieher treffen in größerer Zahl bei uns ein und das Zuggeschehen wird bis Mitte März noch deutlich zunehmen. Damit einhergehend steigert sich auch die Vogelschlaggefahr an deutschen Flughäfen. Die Bestände der nordischen Gänse und Schwäne in den feuchten Niederungen in Nord- und Ostdeutschland bleiben auf einem stabil geringen Niveau, während Graugänse und Kraniche in gesteigerter Zahl gemeldet werden. Dabei handelt es sich oftmals um kleine und mittlere Trupps ziehender Kraniche auf dem Weg Richtung Nordosten. Bleiben die Temperaturen weiterhin recht milde, ist auch im kommenden Monat nicht mit einem massiven Zuzug nordischer Gänse zu rechnen, auf der anderen Seite begünstigen die Bedingungen aber den frühen Rückzug mitteleuropäischer Arten. Das zeigt sich beispielsweise an einer deutlichen Zunahme der gemeldeten Weißstörche, die vielerorts auch schon die Neststandorte beziehen und mit dem Brutgeschäft beginnen.    

Auch die Zahlen der Stare und Kiebitze haben sich in der letzten Woche deutlich erhöht und auch bis Ende des Monats muss noch mit großen Schwärmen auf dem Durchzug gerechnet werden. Während sich die Stare über ganz Deutschland verteilen, werden Kiebitze vorwiegend an den Küsten und den großen Niederungsgebieten im Norden gemeldet. Derzeit findet darüber hinaus ein massiver Einfall von Feldlerchen statt, so dass auch an Flughäfen, die ein optimales Revier darstellen, mit großen Abundanzen gerechnet werden muss. Sie werden bald mit dem Balzverhalten beginnen, was zu einer erhöhten Vogelschlagzahl führen kann, und auch die Krähen starten mit dem Brutgeschäft. Darüber hinaus können sie neben Möwen und Greifen eine Gefahr für den Luftverkehr auf den Flugbetriebsflächen und während der Pendelflüge im Umfeld darstellen. Lokale Bewegungen der Avifauna verlaufen meist unter 600 ft, Zugaktivität findet aber derzeit auch in großen Höhen bis zu 30.000 ft statt (Gänse und Kraniche), beschränkt sich aber bei vielen Arten auf maximal 6.000 ft. Allerdings treten ziehende Vogelschwärme sowohl Tags als auch in der Nacht auf, konzentrieren sich aber oftmals auf die Stunden rund um die Dämmerung.          

Die aktuelle Birdtam-Situation sollte bei der Flugvorbereitung unter https://www.notams.faa.gov/common/birdtam.html besondere Beachtung finden.

VS Vorhersage Feb.-März

Birdstrike Forecast Feb.-March