Vogelschlagrisiko-Vorhersage für Mitte Dezember 2025 bis Mitte Januar 2026
Das Vogelschlagrisiko in Deutschland liegt während der nächsten Wochen in der Regel auf sehr geringem Niveau. Lediglich kleinräumige Pendelflüge und Ausweichbewegungen der Avifauna treten jetzt regelmäßig auf, beschränken sich aber größtenteils auf die Tageslichtphasen. Pendelbewegungen zwischen Nahrungs-, Rast- und Schlafplätzen kommen jederzeit vor, während Ausweichbewegungen insbesondere bei Frost und Schnee auftreten und in alle Richtungen erfolgen können. Relevant sind bei diesen Flügen vor allem Schreitvögel, Gänse und Schwäne sowie Möwen und Krähen im Umfeld der Flughäfen. Die Zahlen der Nordischen Gänse sind aktuell recht stabil, können sich bei Wintereinbrüchen im Nordosten Europas aber schnell steigern. Während Bläss- und Weißwangengänse in großen Teilen der Nordhälfte Deutschlands auftreten, kommen Graugänse in der gesamten Bundesrepublik in stabilen Beständen vor, Waldsaatgänse aber nur im äußersten Nordosten und Osten.
Die Zahlen der Limikolen haben weiter abgenommen, während aktuell deutlich mehr Zwergschwäne in Norddeutschland gemeldet werden. Ansonsten sind die Sichtungen relevanter Vogelarten stabil. Auf den Flughäfen nutzen Krähen, Möwen, Mäusebussarde und Turmfalken die Flugbetriebsflächen nach wie vor sehr regelmäßig. Während der Dämmerungsphasen ist zudem von verstärkten Pendelflügen zu und von den Schlafplätzen auszugehen, die vor allem bei Krähen- und Möwenschwärmen ein Risiko darstellen. Auf beleuchteten Flughafenflächen können Vögel sich aber auch bei Dunkelheit noch bewegen, sodass mit Kollisionen gerechnet werden muss.
Die aktuelle Birdtam-Situation sollte bei der Flugvorbereitung unter https://www.notams.faa.gov/common/birdtam.html besondere Beachtung finden.