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Vogelzugvorhersage

Vogelschlagrisiko-Vorhersage für Anfang bis Mitte Juni 2024

Die aktuell schlechten Wetterbedingungen im Süden Deutschlands führen zu weniger Meldungen bei vielen Vogelarten und die Flugaktivität der Avifauna ist deutlich eingeschränkt. Dennoch steigt das Vogelschlagrisiko an vielen Flughafen jetzt erfahrungsgemäß an, wofür allerdings vielfach leichtgewichtige Arten wie Schwalben, Mauersegler oder Lerchen verantwortlich sind, sodass die Gefahr von Beschädigungen recht gering ist. Das Brutgeschäft am Flughafen sowie Pendelflüge über die Flugbetriebsflächen und im Umfeld beeinflussen aktuell das Vogelschlaggeschehen. Bei großen Vogelarten wie Schreitvögeln, Kranichen und Gänsen stellen die Nichtbrüter auf ihren Streifzügen in der Nähe von Flughäfen ein Risiko dar. Zudem finden während des Tages Pendelflüge bis 500 ft Höhe zwischen Rast-, Schlaf- und Brutplätzen bei Krähen, Schwänen, Kranichen, Möwen und Gänsen statt, während in der Dunkelheit nur mit sehr vereinzelten Flugbewegungen der Avifauna gerechnet werden muss. 

Auf den Flugbetriebsflächen finden jetzt an vielen Flughäfen die ersten großflächigen Mäharbeiten statt, die Störche, Greife, Stare, Krähen und Möwen anlocken können. Insbesondere Weißstörche, Grau- und Silberreiher werden vielfach während der Mahd auf den Flächen beobachtet und lassen sich nur schwer vergrämen. Auch nutzen sie die Thermik im An- und Abflugbereich, um sich emporzuschrauben. Auch Mäusebussarde und vor allem Turmfalken treten jetzt vermehrt auf den Flugbetriebsflächen auf, da sie die Jungvögel versorgen müssen und daher sehr aktiv auf Nahrungssuche gehen. Bei Krähen, Staren und Reihern sind die Jungvögel dagegen schon flügge, sodass oftmals sehr große Trupps auftreten und die Vogelschlaggefahr höher ausfällt.

Die aktuelle Birdtam-Situation sollte bei der Flugvorbereitung unter https://www.notams.faa.gov/common/birdtam.html besondere Beachtung finden.

VS-Vorhersage Juni 1

Birdstrike Forecast June 1