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Vogelzugvorhersage

Vogelschlagrisiko-Vorhersage für Mitte bis Ende Januar 2026

Das lokale Wettergeschehen prägt derzeit das Vogelaufkommen in Deutschland. Die vergangenen Tage waren durch Schnee und Frost gekennzeichnet, was zu verringerten Sichtungen bei Saat- und Graugänsen, Zwergschwänen und Kiebitzen geführt hat. Lokal kam es auch zu Ausweichbewegungen der Wasservögel hin zu offenen Gewässern, was sich in kalten Regionen auch noch fortsetzen kann. Dennoch ist das Kollisionsrisiko aktuell gering und die Ereignisse beschränken sich meist auf die Tagesstunden. 

Die Bestände der Kraniche haben schon deutlich zugenommen und die Vögel treten mit Ausnahme großer Teile Bayerns und Baden-Württembergs im ganzen Bundesgebiet auf. Auch Kurzstreckenzieher wie die Feldlerche werden vermehrt beobachtet, ein erneuter Wintereinbruch kann aber wieder zur Abwanderung Richtung Südwesten führen. Aktuell werden auch etliche Kormorane und Ringeltauben gemeldet. Beide Arten kommen prinzipiell in ganz Deutschland vor, Kormorane aber vermehrt im Ostseeraum und Ringeltauben schwerpunktmäßig in der Westhälfte. 

An den Flughäfen muss derzeit vor allem mit Mäusebussarden und Schwärmen von Krähen und Möwen gerechnet werden, während Turmfalken etwas seltener sind. Die Schwärme stellen in der Regel insbesondere auf den Pendelflügen in der Morgen- und Abenddämmerung ein Risiko für die Luftfahrt dar und Möwen kommen oftmals gehäuft bei Regen auf den Flugbetriebsflächen vor.  

Die aktuelle Birdtam-Situation sollte bei der Flugvorbereitung unter https://www.notams.faa.gov/common/birdtam.html besondere Beachtung finden.