Direkt zum Inhalt
Wird geladen ...

Vogelzugvorhersage

Vogelschlagrisiko-Vorhersage für Mitte bis Ende Oktober 2021

Bis Ende Oktober bleibt die Vogelschlaggefahr aufgrund der intensiven Vogelzugaktivität auf einem hohen Level, wobei die Zugintensität laut der aktuellen Radarbilder derzeit vor allem an der Grenze zu den Niederlanden sehr hoch ist. Große Trupps Ringeltauben (siehe unten) und Stare werden aktuell gemeldet, wobei die größten Starenschwärme an Schlafplätzen im Schilf oder in Gehölzen erfasst werden. Auch ein massiver Zug von Rotdrosseln aus Nordosten nach Südwesten findet statt und andere Wintergäste wie Raufußbussarde und Nordische Gänse treffen bei uns ein. Die Sichtungen durchziehender und rastender Kormorane wachsen ebenso wie die Bestände der Kraniche, die in einem breiten Band vom Südwesten bis in den Nordosten Deutschlands beobachtet werden. Auch nehmen die Sichtungen nordischer Enten weiter zu, während sich Trauer- und Eiderenten aber auf die Küsten konzentrieren, werden Pfeifenten (siehe unten) auch entlang großer Flüsse wie der Elbe im Binnenland erfasst.

Insgesamt ist das Risiko von Vogelschlägen im Norden und Osten Deutschlands, insbesondere an den Küsten und großen  Gewässern, deutlich erhöht, aber auch an den Flußniederungen und großflächigen Standgewässern im Binnenland muss mit erhöhter Vogelzugaktivität gerechnet werden. Dabei überqueren die meisten Vogelarten Deutschland auf breiter Front und nutzen meist Höhen bis zu 12.000 ft, in Ausnahmefällen aber auch deutlich höher. Der Vogelzug findet sowohl während des Tages als auch in der Nacht statt.

Das erhöhte Zuggeschehen einiger Arten wird auch in den nächsten Wochen noch anhalten, wobei stabile Wetterlagen mit Wind aus nordöstlicher Richtung die Migration antreiben, während Regen und starke südöstliche Winde zu einem Zugstopp führen können. Das aktuell recht stabile Wetter sorgt für massiven Durchzug kleinerer Vogelarten wie Feldlerchen (siehe unten) und Hausrotschwänze, die auch gern die Flugbetriebsflächen zur Rast nutzen. Neben dem Auftreten großer, rastender Schwärme der oben genannten Arten muss auf den Flugbetriebsflächen auch jederzeit mit Krähen, Möwen und Greifvögeln gerechnet werden. Diese nutzen die Grünflächen zur Nahrungssuche und Rast und zählen vielfach zu den dauerhaft anwesenden Arten. Abgeerntete Felder im Umland können zudem Gänse- oder Kranichschwärme anlocken, die auf den Pendelflügen ein hohes Risiko darstellen.       

 

Die aktuelle Birdtam-Situation sollte bei der Flugvorbereitung unter https://www.notams.faa.gov/common/birdtam.html besondere Beachtung finden.

VS-Vorhersage Okt.

Birdstrike Forecast Okt. 1