Vogelschlagrisiko-Vorhersage für Mitte bis Ende September 2026
Erhöhte Vogelzahlen durch Jungvögel, niedrige Pendelflüge im Umfeld der Flughäfen sowie der beginnende Vogelzug sorgen auch in der zweiten Monatshälfte für ein gesteigertes Vogelschlagrisiko an deutschen Flughäfen. Die Bestände der Langstreckenzieher wie Schwarzmilan und Wespenbussard bzw. auch Weißstorch, Mehl- und Rauchschwalbe sind deutlich rückläufig. Die Schwarmgröße bei den Schwalben, Staren, Graugänsen, Kranichen, Nordischen Enten und Feldlerchen ist oftmals noch sehr hoch und deutet auf das Sammeln vorm Wegzug Richtung Winterquartiere hin. Dafür werden oftmals Feuchtgebiete und Offenflächen genutzt. Limikolen und Nordische Enten treten aktuell an Nord- und Ostseeküste in größeren Schwärmen auf, der Wegzug nach Westen bzw. Südwesten beginnt aber bald.
Neben dem Vogelzug muss auch mit lokalen Zugbewegungen etlicher Arten zwischen verschiedenen Habitaten gerechnet werden, die aber in der Regel unterhalb von 600 ft stattfinden, und somit nur in direkter Nähe der Flughäfen ein Risiko darstellen. Durchziehende Vögel kommen meist in Höhen bis zu 10.000 ft vor, können teilweise aber noch darüber auftreten. Der Zug findet sowohl tags als auch nachts statt, wobei Maxima oft in den Stunden rund um die Dämmerung liegen. Nach der Brutzeit kommen Raben-, Saat- und Nebelkrähen sowie Dohlen aktuell in gemischten, großen Schwärmen vor. Sie nutzten die Flughäfen zur Nahrungssuche, insbesondere die kurzrasigen Flächen, und werden zudem oftmals rastend und schlafend in Gehölzen bzw. auf Dachflächen beobachtet. Vor allem in der Dämmerung sind die Bewegungen der Schwärme ein Flugsicherheitsrisiko.
Die aktuelle Birdtam-Situation sollte bei der Flugvorbereitung unter https://www.davvl.de/unsere-leistungen/birdtam bzw. https://www.flysafe-birdtam.eu/compo site_track.html besondere Beachtung finden.
VS-Vorhersage Sept. 2
Birdstrike Forecast Sept. 2