Direkt zum Inhalt
Wird geladen ...

Vogelzugvorhersage

Vogelschlagrisiko-Vorhersage für Anfang bis Mitte September 2019

Das Vogelschlagrisiko in Deutschland bleibt auch im September noch erhöht. Eine nach wie vor gesteigerte Relevanz weisen Mäusebussard und Turmfalke auf, aber auch die Bestände der Schwalben sind noch stabil, während die Mauersegler Deutschland bis Mitte des Monats endgültig verlassen haben werden. Graugänse sammeln sich bereits in großen Trupps nahe der Küsten und stellen dabei ähnlich wie Schwäne, Möwen und Krähen besonders auf den niedrigen Pendelflügen (< 500 ft) zwischen Rast-, Schlaf- und Nahrungsflächen eine Gefahr für den Luftverkehr dar. Weiterhin werden auch nordische Enten wie die Pfeifente (siehe unten) oder Limikolen wie Knutt, Alpen- und Sichelstrandläufer (siehe unten) aktuell verstärkt an Nord- und Ostsee gemeldet. Daher ist das Risiko von Vogelschlägen dort wie auch an großen Standgewässern und Flußniederungen, die gern zum Sammeln und Rasten genutzt werden, derzeit etwas erhöht. Der Durchzug der Rotmilane gen Südwesten ist in vollem Gange, während Langstreckenzieher wie Schwarzmilan, Weißstorch und Baumfalke schon langsam im Bestand sinken. Kurz- oder Mittelstreckenzieher wie Feldlerche und Zilpzalp werden dagegen wieder in höheren Zahlen gemeldet, wozu auch die gute Witterung der letzten Woche beitragen kann. Während der Vogelzug der Watvögel und kleiner Singvögel vorwiegend nachts stattfindet, nutzen große Thermikflieger, Tauben und Greifvögel die Tagstunden, so dass das Risiko für die Luftfahrzeuge bei Helligkeit und in der Dämmerung höher ist. Die Höhe überschreitet dabei 6.000 ft nur bei wenigen Arten.       

Die aktuelle Birdtam-Situation sollte bei der Flugvorbereitung unter https://www.notams.faa.gov/common/birdtam.html besondere Beachtung finden.

 

September