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Vogelzugvorhersage

Vogelschlagrisiko-Vorhersage für Anfang bis Mitte Februar 2026

Die anhaltend winterliche Witterung in weiten Teilen Deutschlands sorgt aktuell für recht wenige, überregionale Bewegungen der Avifauna. Lokal finden aber Flüge zwischen Rast-, Schlaf- und Nahrungsflächen statt, vor allem hin zu offenen Gewässern und schneefreien Grünflächen. Auch städtische Areale werden aufgrund des erhöhten Nahrungsangebots von vielen Arten jetzt aufgesucht. Das Vogelschlagrisiko bleibt Anfang Februar in der Regel in Deutschland noch auf niedrigem Level und beschränkt sich vielfach auf die Helligkeitsphasen. An den ausgeleuchteten Flughäfen muss aber auch bei Dunkelheit mit Vogelbewegungen gerechnet werden, Höhen von 1.000 ft werden aber flächendeckend kaum überschritten. 

Etliche Kraniche sind weiter nach Südwesten ausgewichen und auch die Zahl der Limikolen im Bereich der Küsten ist zurückgegangen. Ansonsten sind die gemeldeten Bestände relevanter Vogelarten derzeit noch recht konstant. Mit milder werdenden Temperaturen im Februar muss aber mit einer Rückzugswelle der Kurzstreckenzieher gerechnet werden. 

An etlichen Flughäfen treten jetzt neben Krähen, Tauben und Greifvögeln auch Möwen vermehrt auf. Sie suchen Nahrung auf den Grünflächen, bevorzugt auf kurzrasigen und schneefreien Flächen. Zudem rasten sie auf Vorfeldflächen und nutzen Dächer als Schlafplatz. Bei Regen können versiegelte Flächen, vor allem asphaltierte Bereiche, mit Wasser verwechselt werden, sodass Möwen dann vermehrt eintreffen können. Das gilt vor allem für große Schwärme in Norddeutschland, während weiter südlich oft nur Trupps von Lachmöwen und einzelne Großmöwen beobachtet werden.   

Die aktuelle Birdtam-Situation sollte bei der Flugvorbereitung unter https://www.notams.faa.gov/common/birdtam.html besondere Beachtung finden.