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Vogelzugvorhersage

Vogelschlagrisiko-Vorhersage für Anfang bis Mitte Dezember 2018

Der großräumige Vogelzug in die Wintergebiete ist nahezu abgeschlossen, so dass das Vogelschlagrisiko im aktuellen Vorhersagezeitraum recht gering ist. Die Zahl nordischer Gänse hält sich auf einem konstanten Niveau, wobei Blässgänse am häufigsten sind. Singschwäne (siehe unten) haben hingegen deutlich zugenommen und halten sich ebenso wie in Deutschland überwinternde Zwergschwäne (siehe unten) an den Küsten und größeren Seen auf. Teilweise treten sie auch in gemischten Gruppen mit den ganzjährig heimischen Höckerschwänen (siehe unten) auf. Gänse und Schwäne stellen nah der Flughäfen auf ihren täglichen Pendelflügen (unterhalb 500 ft) zwischen Schlaf-, Rast- und Fraßplätzen generell eine Gefahr dar.

Die Zahl der Feldlerchen, Kiebitze und Stare nimmt weiterhin ab, während Ringeltauben und Kraniche in stabilen Beständen erfasst werden. Kraniche stellen dabei weiterhin besonders im Nordosten und Norden Deutschlands ein Risiko während ihrer täglichen Flüge dar. Die Vogelflugaktivität in der Nacht hat stark nachgelassen, so dass die Gefahr von Vogelschlägen hauptsächlich tagsüber bis in die Dämmerung besteht, wobei Höhen von 6.000 ft nur sehr selten überschritten werden.

Trotz des recht geringen Risikos muss immer mit umherziehenden Schwärmen von Krähen, Möwen, Ringeltauben oder Greifen in Flughafennähe gerechnet werden, welche die Flächen zur Nahrungssuche oder Rast nutzen. Temporär stehende Gewässer bzw. Pfützen nach Regenereignissen können weiterhin zum Auftreten von Graureihern und Enten auf Flughäfen und in der direkten Umgebung führen und damit ein Risiko für die Luftfahrt darstellen.

Die aktuelle Birdtam-Situation, bereitgestellt von der Bundeswehr, sollte bei der Flugvorbereitung unter Birdtam besondere Beachtung finden.

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