Vogelschlagrisiko-Vorhersage für Anfang bis Mitte Juni 2026
Die Beobachtungen bei vielen Vogelarten sind aktuell stabil und lediglich die Sichtungen bei einigen Limikolen haben abgenommen. Dennoch steigt das Vogelschlagrisiko an vielen Flughafen jetzt erfahrungsgemäß an, wofür aber vielfach leichtgewichtige Arten (Schwalben, Mauersegler, Lerchen) verantwortlich sind. Damit einhergehend ist die Gefahr von Beschädigungen am Luftfahrzeug aber recht gering ist. Das Brutgeschäft am Flughafen sowie Pendelflüge über die Flugbetriebsflächen und im Umfeld beeinflussen aktuell das Vogelschlaggeschehen. Bei großen Vogelarten wie Schreitvögeln, Kranichen und Gänsen stellen die Nichtbrüter auf ihren Streifzügen in der Nähe von Flughäfen ein Risiko dar. Zudem finden während des Tages Pendelflüge bis 500 ft Höhe zwischen Rast-, Schlaf- und Brutplätzen bei Gänsen, Krähen, Schwänen, Möwen und Kranichen statt, während in der Dunkelheit nur mit sehr vereinzelten Flugbewegungen der Avifauna gerechnet werden muss. Bei frühbrütenden Arten wie Reihern, Staren, Krähen und Tauben sind die Jungen flügge und stellen aufgrund mangelnder Erfahrung ein erhöhtes Kollisionsrisiko dar.
Auf den Flugbetriebsflächen finden jetzt an vielen Flughäfen die ersten großflächigen Mäharbeiten statt, die Weißstörche, Greifvögel, Stare, Krähen und Möwen anlocken können. Insbesondere Weißstörche, Grau- und Silberreiher (siehe unten) werden vielfach während der Mahd auf den Flächen bei der Nahrungssuche beobachtet und lassen sich nur sehr schwer vergrämen. Zudem nutzen sie die Thermik im An- und Abflugbereich, um sich emporzuschrauben, und treten damit vor allem bei warmen Temperaturen auf.
Die aktuelle Birdtam-Situation sollte bei der Flugvorbereitung unter https://www.notams.faa.gov/common/birdtam.html besondere Beachtung finden.