Direkt zum Inhalt
Wird geladen ...

Vogelzugvorhersage

Vogelschlagrisiko-Vorhersage für Mitte bis Ende Mai 2022

Das Vogelzuggeschehen hat nur noch einen sehr geringen Einfluss auf die Vogelschlagrate an deutschen Flughäfen, da nur wenige relevante Arten wie Baumfalken oder Wespenbussarde noch bei uns durchziehen. Auch Limikolen sind noch auf dem Zug, allerdings betrifft dies nur die Küstenregionen, während die Wintergäste wie nordische Gänse, Schwäne oder Drosseln vollständig abgezogen sind. Die Zahl der Mehlschwalben, Grauammern und Mauersegler hat sich dagegen deutlich erhöht. Schwalben und Segler verursachen etliche Kollisionen, aufgrund des geringen Gewichtes aber kaum Schäden. Gerade bei hohem Luftdruck sind diese Arten auch in größeren Höhen zu finden, generell beschränkt sich das Auftreten der Avifauna aber jetzt auf Höhen unterhalb von 2.000 ft. Mit Ausnahme großer Brutkolonien sind die beobachteten Vogelschwärme meist recht klein und der Aktionsradius der Altvögel ist durch das Brutgeschäft begrenzt. Aber gerade bei Graugänsen, Kranichen und Weißstörchen muss vor allem im Norden und Osten Deutschlands mit umherziehenden Nichtbrütern im Bereich von Flußniederungen und Feuchtgebieten gerechnet werden.

Das Brutgeschehen sorgt bei Arten wie Graugans, Saatkrähe, Hausrotschwanz oder Kormoran aktuell für weniger Sichtungen, insbesondere bei Saatkrähen stellen aber bald erste flügge Jungvögel an Flughäfen ein Risiko dar. Zu den häufig an Flughäfen bzw. in der direkten Umgebung auftretenden Brutvögeln zählen Krähen, Mäusebussarde, Turmfalken, Ringel- und Haustauben, Graureiher, Kiebitze sowie Schwalben und Feldlerchen. Mit ihrem Vorkommen muss daher auch auf den Flugbetriebsflächen jederzeit gerechnet werden und regelmäßige Flüge über die Flughäfen oder durch die Anflugkorridore können stattfinden.   

Die aktuelle Birdtam-Situation sollte bei der Flugvorbereitung unter https://www.notams.faa.gov/common/birdtam.html besondere Beachtung finden.

VS-Vorhersage Mai 2

Birdstrike Forecast May 2