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Vogelzugvorhersage

Vogelschlagrisiko-Vorhersage für Mitte bis Ende Oktober 2018

Bis Ende Oktober bleibt die Vogelschlaggefahr aufgrund der intensiven Vogelzugaktivität noch auf einem hohen Level, wobei die Zugintensität laut der aktuellen Radarbilder derzeit zurückgegangen ist. Insbesondere Mittelstreckenzieher wie Stare und Ringeltauben (siehe unten, Jungvögel ohne weißen Halsfleck), aber auch Kiebitze treten noch in sehr großen Zahlen in südwestlicher Richtung ziehend über Deutschland auf.

Das anhaltend gute, hochdruckbedingte Wetter und die gute Nahrungsversorgung auf abgeernteten Feldern sorgen auch dafür, dass die Anzahl der Kraniche aktuell wieder leicht ansteigt und an einigen Schlafplätzen aktuell Rekordsummen gezählt werden. Auch Kormorane (siehe unten) werden derzeit auf dem Durchzug an etlichen Gewässern deutschlandweit in Trupps von bis zu 3.000 Individuen gesichtet, während die letzten Schwalben, Grauammern und die meisten Limikolen Deutschland bis Ende des Monats verlassen haben werden.

Nordische Gänse und Schwäne sind bislang mit Ausnahme der Blässgans nur in geringen Zahlen im Norden und Osten Deutschlands gezählt worden, werden in den nächsten Wochen aber stark zunehmen. Enten sowie Alpenstrandläufer und Goldregenpfeifer fallen derzeit in großen Summen an der Nord- und Ostseeküste ein, dringen aber kaum ins Binnenland vor. Die aktuelle Hochdruckwetterlage sowie nördliche und östliche Winde begünstigen den Vogelzug, der vielfach bis zu einer Höhe von 6.000 ft stattfindet, punktuell aber weit darüber liegen kann. Dabei nutzen Vögel gern Gewässer, Täler oder Straßen als Leitlinien, so dass die Vogelschlaggefahr dort besonders erhöht ist.. 

Die aktuelle Birdtam-Situation, bereitgestellt von der Bundeswehr, sollte bei der Flugvorbereitung unter Birdtam besondere Beachtung finden.

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