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Vogelzugvorhersage

Vogelschlagrisiko-Vorhersage für Mitte bis Ende Februar 2019

Die letzthin deutlich steigenden Temperaturen und die Hockdruckwetterlage haben einen Schub im Vogelzuggeschehen früh heimkehrender Arten bewirkt, so dass die Vogelschlaggefahr aktuell wieder erhöht ist. Kurzstreckenzieher wie Stare, Ringeltauben, Kiebitze und Feldlerchen (siehe unten) werden derzeit vermehrt gemeldet, und auch Weißstörche und Kraniche nehmen deutlich zu. Die Kraniche werden auf einem Band zwischen Rheinland-Pfalz und Brandenburg Richtung Nordost ziehend gemeldet, wobei größere Gewässer und Feuchtgebiete wie die Diepholzer Moorniederung, die Müritz oder das Rhin-Havelluch beliebte Rastplätze darstellen.

Die Anzahl nordischer Gänse und Schwäne ist recht konstant geblieben, und die Zahlen verringern sich erfahrungsgemäß erst im März, wenn die Vögel in die Brutgebiete zurückkehren. Lokale Pendelbewegungen zwischen Gewässern und Fraßflächen stellen dabei eine Gefahr für den Luftverkehr in der Nähe von Flughäfen dar, finden aber meist unterhalb von 600 ft statt. Beim Vogelzug Richtung Norden werden dagegen Höhen von bis zu 20.000 ft genutzt (Kranich, Gänse), viele Arten bewegen sich aber unterhalb von 6.000 ft. Während Segelflieger und Tauben tagsüber ziehen, nutzen vor allem Singvögel vermehrt die Nachtstunden.

Auf den Flugbetriebsflächen muss jederzeit mit Schwärmen von Krähen und Möwen sowie einigen Greifvögeln gerechnet werden. Wärmere Temperaturen fördern die Aktivität der Bodenlebewesen, so dass sie den erwähnten Arten als Nahrung dienen und sie damit an den Flughafen locken können..

Die aktuelle Birdtam-Situation, bereitgestellt von der Bundeswehr, sollte bei der Flugvorbereitung unter Birdtam besondere Beachtung finden.

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