Vogelschlagrisiko-Vorhersage für Mitte bis Ende August 2026
Die Brutsaison ist abgeschlossen, aber das Kollisionsrisiko an deutschen Flughäfen bleibt auf sehr hohem Niveau. Grund dafür sind nach wie vor unerfahrene Jungvögel, allen voran Turmfalken, die aktuell einen Großteil der Kollisionen verursachen. Sie jagen oftmals direkt an oder auf der Piste bzw. über den Grünflächen und Jungvögel schließen sich jetzt generell oft zu Trupps zusammen. Auch Altvögel sind nach der Brutzeit geselliger bei der Nahrungssuche, sodass häufiger Trupps an Flughäfen auftreten können. Daneben kommen große Schwalbenschwärme vor, die aufgrund des geringen Gewichtes aber nur selten Schäden verursachen. Während die Zahl der Schwalben noch konstant hoch ist, haben die meisten Mauersegler Deutschland bereits verlassen und bis Ende des Monats ist die Art verschwunden.
Daneben begeben sich Arten wie Stare, Kiebitze und Graureiher auf ihre Zwischenzüge zu neuen Nahrungsquellen, wobei auch die Flughafengrünflächen als Nahrungshabitat genutzt werden. Das gilt insbesondere während und nach der Mahd, wenn Kleinsäuger und Wirbellose verfügbar werden und im Kurzgras leicht erbeutet werden können. Die großflächige Mahd lockt zudem auch regelmäßig Weißstörche an, die sich dann sehr schwer vergrämen lassen. Der Zug der Wat- und Singvögel hat begonnen, sodass auch bei Nacht bzw. in Höhen bis zu 6.000 ft mit Vögeln gerechnet werden muss. Lokale Pendelbewegungen finden dagegen nur bei Tageslicht und meist in Höhen unterhalb von 800 ft statt.
Die aktuelle Birdtam-Situation sollte bei der Flugvorbereitung unter https://www.davvl.de/unsere-leistungen/birdtam bzw. https://www.flysafe-birdtam.eu/compo site_track.html besondere Beachtung finden.