Vogelschlagrisiko-Vorhersage für Anfang bis Mitte März 2026
Der Vogelzug intensiviert sich im Vorhersagezeitraum, was zu einem gesteigerten Risiko von Vogelschlägen in Deutschland führt. Der Großteil der Zugvögel nutzt Höhen unterhalb von 6.000 ft, gerade Gänse und Kraniche treten aber auch oberhalb von 20.000 ft auf. Aufgrund des Zuggeschehens werden Vogelschläge jetzt auch vermehrt in größeren Höhen im Umfeld der Flughäfen dokumentiert. Zudem muss während des Tages und in der Nacht mit ziehenden Vögeln in teils großen Schwärmen gerechnet werden, schwerpunktmäßig aber in den Stunden vor und nach der Dämmerung.
Das höchste Zugvogelaufkommen herrscht aktuell nahe der Küsten und großen Flußniederungen von Rhein, Elbe, Weser und Donau sowie an großen Standgewässern und Feuchtgebieten. Die Bestände Nordischer Gänse und Schwäne, die sich vor allem im Norden und Osten Deutschlands aufhalten, sind noch stabil und das gilt auch für andere Wintergäste und Durchzügler wie Rotdrossel, Wacholderdrossel und Kormoran. Erhöhte Zugaktivität herrscht dagegen bei Rotmilanen, Kiebitzen, Staren, Kranichen und Weißstörchen, die aus Südwesten kommend im ganzen Bundesgebiet auftreten und sukzessive ihre Reviere besetzen. Auch Kleinvögel wie Feldlerche und Bachstelze ziehen in Trupps durch und beziehen die Reviere an den Flughäfen. Grau- und Silberreiher werden auch noch in hohen Zahlen im ganzen Bundesgebiet gemeldet und beginnen jetzt mit dem Nestbau. Während des Balzverhaltens und der Revierverteidigung ist die Aufmerksamkeit der Vögel eingeschränkt, was am Flughafen zu vermehrten Kollisionen führen kann.
Die aktuelle Birdtam-Situation sollte bei der Flugvorbereitung unter https://www.notams.faa.gov/common/birdtam.html besondere Beachtung finden.