Vogelschlagrisiko-Vorhersage für Mitte bis Ende Oktober 2026
Der großräumige Vogelzug Richtung Süden und Südwesten führt aktuell zu einem hohen Vogelschlagrisiko an deutschen Flughäfen. Die Vögel ziehen während des Tages und in der Nacht, wobei die höchste Aktivität oftmals rund um die Dämmerung liegt. Zudem treten teils sehr große Schwärme auf, was das Schadensrisiko steigert. Die meisten Arten nutzen Höhen unterhalb von 10.000 ft, vor allem Gänse und Kraniche können aber bis auf Reiseflughöhe auftreten. Aktuell findet starker Zug bei Nordischen Enten, Kranichen und teils noch bei Limikolen, aber vor allem auch bei Rotdrosseln, Staren, Ringeltauben und Rotmilanen statt. Auch die Zahl eintreffender Wintergäste wie Nordische Gänse, Sing- und Zwergschwäne steigt, insbesondere an den Küsten und großen Feuchtgebieten in Norddeutschland. Während Graugänse praktisch in der gesamten Bundesrepublik auftreten, kommen Bläss- und Tundrasaatgänse in der Nordhälfte vor und Weißwangengänse konzentrieren sich an den Küsten. Niedrige Pendelbewegungen zwischen Rast- und Schlafplätzen stellen im direkten Umfeld von Flughäfen ein hohes Risiko dar, während ziehende Vögel in größerer Höhe im Steig- und Sinkflug risikoreich sind.
An vielen Flughäfen findet derzeit noch eine Mahd statt, die oftmals große Schwärme Stare und Krähen sowie Trupps von Mäusebusarden und Turmfalken anlockt. Auch mit Flügen von und zu den Schlafplätzen in der Dämmerung muss derzeit bei Krähen und Möwen vermehrt gerechnet werden.
Die aktuelle Birdtam-Situation sollte bei der Flugvorbereitung unter https://www.davvl.de/unsere-leistungen/birdtam bzw. https://www.flysafe-birdtam.eu/compo site_track.html besondere Beachtung finden.