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Jahrgangsverzeichnis

Die einzelnen Kapitel der jeweiligen Ausgabe können als separate PDF-Dateien ausgedruckt werden. Die angegebenen Seitenzahlen entsprechen denen im gedruckten Journal. Die Seitenzahlen der PDF-Dateien können geringfügig abweichen.
Für den Inhalt ihrer Beiträge sind die Autoren verantwortlich. Dieser gibt nicht in jedem Falle die Auffassung des Herausgebers wieder.

2018

Riechert, Juliane Dr.
Problematik von Kiesabbau und dessen Folgegewässern in der Nähe von Flughäfen
Heft/Volume: 2018 / 1
Seite/Page: 1 - 5
Zusammenfassung:

Folgegewässer von Kiesabbauvorhaben locken etliche Vogelarten an, die dort Nahrung, Brutplätze oder Rastplätze suchen. Liegen solche Gewässer in der direkten Umgebung von Flughäfen, so können ansässige oder pendelnde Vögel eine Gefahr für den Luftverkehr darstellen. Daher wurden Auflagen wie die Beschränkung der Gewässergröße, ein Verbot fischereilicher Nutzung und die Wiederverfüllung einer Nassauskiesung in der Nähe von Flughäfen entwickelt. Auch die Verantwortlichkeiten von Flughafenbetreiber und Behörde im Außenbereich von Flughäfen werden hier kurz dargelegt. Da die Vogelschlaggefahr im Nahbereich und in den Anflugsektoren besonders hoch ist, variieren diese Auflagen je nach Distanz zum Flughafen (Zonenkonzept). Basis dafür war das Zonenkonzept des Flughafens München, welches nun verallgemeinert wurde und damit für alle deutschen Verkehrsflughäfen anwendbar ist. Darüber hinaus werden zusätzliche attraktivitätsmindernde Maßnahmen für Gewässer wie ein steiles, bewachsenes Ufer, der Verzicht auf Inseln und Flachwasserzonen oder Vergrämungsmethoden hier vorgestellt.

2018_riechert_problematik_kiesabbau_naehe_flughaefen.pdf

2017

von Ramin, Jürgen
Vogelvergrämung mit dem Agrilaser® Handheld – eine Alternative zur Pyroakustik?
Heft/Volume: 2017 / 1
Seite/Page: 1 - 9
Zusammenfassung:

Über eine Laufzeit von einem Jahr wurde am Flughafen Hannover–Langenhagen die Fluchtreaktion verschiedener Vogelarten auf einen Vergrämungslaser bei unterschiedlichen Licht- und Witterungsverhältnissen und auf verschiedene Einsatzdistanzen getestet. Dabei stellte sich heraus, dass die Wirksamkeit des Lasers entscheidend von der Umgebungshelligkeit abhängig ist und somit die erfolgreiche Anwendung erheblichen (jahres)zeitlichen und meteorologischen Einschränkungen unterliegt.
Zusätzlich wurden artspezifische Wirksamkeitseinschränkungen festgestellt. Eine Reihe von auf deutschen Flughäfen vorkommenden Vogelarten waren auf größere Entfernung entweder gar nicht mit dem Laser zu vertreiben oder wichen zu kleinräumig aus. Andere Vogelarten hingegen reagierten sehr gut und konnten in allen Fällen erfolgreich vertrieben werden.  
In der Gesamtbetrachtung stellt der Laser eine Bereicherung der operativ zur Verfügung stehenden Vergrämungsmöglichkeiten dar, ist aber keinesfalls als eine Alternative zu der bewährten Pyrotechnik zu betrachten.

2017_ramin_vogelvergraemung_agrilaser.pdf

2016

Meining, Holger und Hötzel, Meike und Muuß, Ulf und Hopp, Achim und Mertens, Hartwig
Mehrjähriges Kleinsäugermonitoring und Totfundanalyse von Greifvögeln (Turmfalke und Mäusebussard) am Köln/Bonn Airport
Heft/Volume: 2016 / 1
Seite/Page: 1 - 25
Zusammenfassung:

Während der Jahre 2007 bis 2009 stieg die Anzahl von Vogelschlagereignissen im Bereich des Köln/Bonn Airports, hauptsächlich ausgelöst durch die Arten Turmfalke (Falco tinnunculus) und Mäusebussard (Buteo buteo), stark an. Die Häufigkeit der Kollisionen beider Arten entwickelte sich ab dem Jahr 2002 nahezu parallel. Um ggf. die Entwicklung von Kleinsäugerpopulationen als Nahrungsgrundlage für Greifvögel und deren räumliche Verteilung beeinflussen zu können, sollten zunächst die vorhandenen Kleinsäugerbestände erfasst und bewertet werden. Von August 2010 bis September 2013 wurden auf vier Probeflächen in zwei Teilbereichen des Köln/Bonn Airports Untersuchungen zur Ermittlung der Dichte von Kleinsäugern durchgeführt. Die dominierende Art war die Feldmaus (Microtus arvalis), daneben trat auch die Waldmaus (Apodemus sylvaticus) in größerer Stückzahl auf, die allerdings aufgrund ihrer Nachtaktivität für die tagaktiven Arten Turmfalke und Mäusebussard nur eine geringe Rolle als Nahrung spielt. Heiden, wie sie auf dem Köln/Bonn Airport vorherrschen, stellen für Kleinsäuger keine Optimallebensräume dar. Als Maximalbestand der Feldmaus wurden im Juli 2012 116 Ind./ha festgestellt. Große Bereiche des Flughafens sind zudem durch Feuchtheiden bewachsen, die nur nach langen Trockenperioden und meist nur für kurze Zeit von der Feldmaus besiedelbar sind.  
Die im Zeitraum 2007 bis 2009 stark ansteigende Rate von Greifvogelkollisionen kann nicht allein auf die Nahrungsverfügbarkeit auf dem Köln/Bonn Airport zurückgeführt werden, sondern ist zu einem großen Teil auch abhängig von großräumigen Veränderungen in der landwirtschaftlichen Landnutzung. Nach außergewöhnlich hohen Feldmausbeständen im Jahr 2007 wurde im Erntejahr 2008 die EU-Bracheverordnung ausgesetzt und zum Erntejahr 2009 ganz abgeschafft. Damit verringerte sich der Lebensraum, der von Feldmäusen besiedelt und zur Reproduktion genutzt werden konnte. Aufgrund der hohen Feldmausbestände des Jahres 2007 waren sehr hohe Beutegreifer-Bestände zu verzeichnen, denen dann ab 2008 großflächig die Nahrungsgrundlage entzogen wurde. Der Effekt war eine Konzentration der Beutegreifer in Landschaftsräumen wie dem Köln/Bonn Airport, in denen „normale“ Beutetierdichten erreicht wurden. Die relativ niedrigen Fangergebnisse von Kleinsäugern der Jahre 2010 bis 2013 deuten außerdem darauf hin, dass eine Reduzierung ihrer Bestände nicht maßgeblich die Kollisionshäufigkeit an diesem Standort würde reduzieren können.  
Für die Jahre 2010 bis 2014 war eine Verringerung der Kollisionsrate mit dem Mäusebussard zu beobachten, während die Anzahl von Kollisionen mit dem Turmfalken nach einer starken Abnahme im Jahr 2010 in den Jahren 2011 bis 2013 anstieg und im Jahr 2013 einen Höchststand erreichte. Die Entwicklung der Kollisionsraten beider Arten folgte nicht mehr dem gleichen Trend. Von 2012 bis 2014 wurden die tot aufgefundenen Turmfalken hinsichtlich ihres Magen- und Kropfinhaltes untersucht, ab dem Jahr 2013 auch die verunfallten Mäusebussarde. Der größte Teil der Kollisionen des Turmfalken fällt in die Monate Juli und August, in die Nachbrutzeit. Während sich die prozentuale Nahrungszusammensetzung des Turmfalken während der Jahre 2012 und 2014 mit einem Feldmausanteil von 42 bzw. 40 % sehr ähneln, macht die Feldmaus in den Ergebnissen des Jahres 2013 nur 2 % aus. Die Bestände der Feldmaus waren im Jahr 2013 großräumig sehr niedrig. Der Ausfall der Feldmaus als Nahrungsbasis wurde vom Turmfalken durch erhöhte Anteile von Großinsekten, insbesondere den Laubheuschreckenarten Grünes Heupferd (Tettigonia viridissima) und Roesels Beißschrecke (Metrioptera roeselii) ausgeglichen. Die Datenbasis beim Mäusebussard (3 Exemplare) ist zu gering, um Rückschlüsse ziehen zu können.  
Turmfalken weisen während der Nachbrutzeit (ab Juli) einen Energiebedarf von ca. 300 kJ/Tag auf. Im Sommer wiegt eine Feldmaus ca.18 g, ein Grünes Heupferd ca. 2,5 g. Das bedeutet, dass ein Turmfalke weniger Zeit in der Luft verbringen muss, um seinen Nahrungsbedarf zu decken, wenn in ausreichendem Maße Feldmäuse zur Verfügung stehen, als wenn er sich von Großinsekten ernähren muss, damit sinkt ist auch das Kollisionsrisiko. Im Jahr 2013 war es der relative hohe Besatz der Flächen mit Großinsekten, der den Flughafen attraktiv für den Turmfalken gemacht hat. Durch intensivierte landwirtschaftliche Produktionsmethoden treten Großinsekten in der Normallandschaft nur noch in bei weitem geringeren Dichten auf, als es bis in die 2. Hälfte des letzten Jahrhunderts normal war. Auf dem Köln/Bonn Airport ist die Ressource "(Groß-)Insekten" aber weiterhin verfügbar, da hier keine Düngungen vorgenommen werden und keine Insektizide zum Einsatz kommen. Der Köln/Bonn Airport liegt inmitten eines Naturschutz-, Vogelschutz- und FFH-Gebietes. Daher sollte der Insektenreichtum auf den Nebenbetriebsflächen unter naturschutzfachlichen Gesichtspunkten nicht reduziert werden. Es wird empfohlen, während der Hauptkollisionszeit im Juli und August einfliegende Turmfalken schonend lebend zu fangen und in andere Landschaftsräume zu verbringen, um das Kollisionsrisiko zu mindern.

2016_meinig_kleinsaeugermonitoring_totfundanalysegreifvoegeln_cgn.pdf
Ebert, Jürgen
Vogelschläge in der deutschen Zivilluftfahrt von 2011 bis 2015
Heft/Volume: 2016 / 2
Seite/Page: 1 - 8
Zusammenfassung:

Die beim Deutschen Ausschuss zur Verhütung von Vogelschlägen (DAVVL) gemeldeten Kollisionen von Luftfahrzeugen und Vögeln innerhalb Deutschlands in den Jahren 2011 und 2015 wurden ausgewertet und mit den Vorjahren verglichen. Die Vogelschlagrate hat in den Jahren 2014 und 2015 ein langjähriges Maximum erreicht. Die Hälfte der Vogelschläge findet innerhalb der Flughafengrenzen statt. Die meisten Kollisionen werden in den Vormittagsstunden registriert. Der Jahresverlauf folgt dem langjährigen Muster mit dem Maximum im Juli. Bei einem Drittel der Zwischenfälle ist die beteiligte Vogelart bekannt. Erstmals sind am häufigsten Turmfalken beteiligt. Nur zwischen vier und acht Prozent der Kollisionen von Vögeln produzierten einen Schaden am Luftfahrzeug. Am häufigsten betroffen waren die Triebwerke, gefolgt von den exponierten Teilen Radom und Tragflächen. Am häufigsten werden Schäden durch die Gruppe der Bussarde und Milane verursacht, gefolgt von den Falken.
Aufgrund neuer EU-Gesetzgebung ist ab 2016 mit drastisch erhöhten Meldungen von Vogelschlägen zu rechnen.

2016_ebert_vogelschlaege_deutschen_zivilluftfahrt_11bis15.pdf

2014

Cooke, Gary
Wildtiergefahren und Luftverkehr: Was können Fachkräfte der BizAv tun, um die Vogelschlagrate zu reduzieren?
Heft/Volume: 2014 / 1
Seite/Page: 1 - 7
Zusammenfassung:

Auf den ersten Blick scheint es, als könnten Beschäftigte in der Luftfahrt außer der kurzfristigen Ergreifung taktischer Maßnahmen nur wenig tun, um Vogelschläge zu verhindern. Eine weitergehende Untersuchung zeigt jedoch, dass es einige Möglichkeiten gibt, die dazu beitragen können, die Vogelschlaggefahr richtig einzuschätzen und ihr Risiko zu verringern. In diesem Bericht werden Programme und Vorgehensweisen für die Einschätzung von Vogelschlaggefahren sowie deren Risikoreduzierung beschrieben.

2014_cooke_bizavprofessionals_mitigate_ws.pdf
Ebert, Jürgen und Wilke, Boris
Anforderungen an die Wildlife Control an Flughäfen im Zuge der EASA-Zertifizierung
Heft/Volume: 2014 / 1
Seite/Page: 8 - 11
Zusammenfassung:

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat Richtlinien erlassen, die seit März 2014 für alle europäischen Flughäfen und deren Aufsichtsbehörden unmittelbar gelten. Die Richtlinien sind stark an den ICAO Annex 14 angelehnt. Bis Ende 2017 müssen sich alle Flughäfen nach den EASA-Richtlinien zertifizieren lassen.
Auch bezüglich Wildlife Control werden von der EASA Vorgaben gemacht. Flughäfen, die im DAAVL organisiert sind und über ein aktuelles Biotopgutachten verfügen, erfüllen in der Regel die Anforderungen für die Zertifizierung im Bereich Wildlife Control. Die von der EASA beschriebene - aber nicht verbindliche - gute fachliche Praxis zeigt dagegen einiges auf, das in vielen Flughäfen so noch nicht umgesetzt wird, vor allem bezüglich Personalausbildung und Dokumentation.

2014_ebert_wildlifecontrol_flughaefen_easa-zertifizierung.pdf
Stalljohann, Jan-Friedrich
Förderung von Heidevegetation auf Flugplätzen zum Zwecke der Vogelschlagprävention (am Beispiel des Flughafens Münster/Osnabrück)
Heft/Volume: 2014 / 1
Seite/Page: 12 - 17
Zusammenfassung:

Der Verkehrsflughafen Münster-Osnabrück befindet sich im nördlichen Münsterland zwischen den Gemeinden Greven und Ladbergen. Es kann auf eine Luftfahrgeschichte bis 1931 und eine Passagierfluggeschichte bis 1972 zurückgeblickt werden.
Durch Erfahrungen an verschiedenen Flughäfen hat sich der Vegetationstyp der Heide Calluna vulgaris als die geeignetste Form herauskristallisiert, um eine nachhaltige Vogelschlagverhütung qualitativ und quantitativ zu unterstützen. Zur Förderung einer Ausbreitung und Verjüngung der Calluna vulgaris stehen diverse traditionelle Formen der Bewirtschaftung und Pflege zur Verfügung. Gleichzeitig ist der Erfolg einer langfristigen Heideausbreitung und -verjüngung an pedogene, klimatische und vegetative Grundvoraussetzungen geknüpft.
Am Flughafen Münster-Osnabrück wurde in den zurückliegenden Jahren eine deutliche Zunahme der ursprünglich reliktisch vorhandenen Heidevegetation auf den Grünflächen innerhalb des Sicherheitszauns festgestellt. Die Erkenntnisse einer Bodenuntersuchung hinsichtlich der Nährstoffverhältnisse, Bodenart und pH-Werte ergaben einen größtenteils stark ausgemagerten, sauren und sandigen Standort, was sich auch im Auftreten der typischen Vegetation eines Magergrünlandes mit geringen Stickstoff- und Reaktionszahlen bestätigen ließ. Einzig an einzelnen Randbereichen der Untersuchungsfläche konnten Standorte mit geringen Nährstoffreserven und demnach Stickstoff- und Reaktionszeigerpflanzen kartiert werden.
Die empfohlenen Maßnahmen zielen in erster Linie auf eine weitere Ausmagerung und Langgraswirtschaft der Fläche sowie eine Förderung der vorhandenen Heidevegetation gegenüber konkurrierende Arten. Dies findet in Verbindung mit einer im zweijährigen Turnus stattfindenden Mulchmahd, Gehölzbekämpfung sowie ausbleibender Düngung statt.
Es bleibt für die Zukunft, die bisherigen Maßnahmen fortzuführen, wobei im gewissen Turnus Beobachtungen in Bezug auf die Bodennährstoffverhältnisse und Vegetationszusammensetzung speziell an aktuell reicheren Standorten durchgeführt werden sollten. Als wichtigste Empfehlung gilt es, besonders auf unerwünschte Vitalität und Ausbreitung der konkurrierenden Drahtschmiele Deschampsia flexuosa innerhalb der vorhandenen Heideflächen zu achten und bei zu starkem Anwachsen entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten und eine Mähgutabfuhr nach jeder Mahd vorzunehmen.

2014_stalljohann_heidevegetation_flugplaetzen.pdf

2011

Morgenroth, Christoph Dr.
Lohnt Vogelschlagverhütung?
Heft/Volume: 2011 /
Seite/Page: 1 - 2
Zusammenfassung:

Nach Hochrechnungen des Autors entstehen deutschen Fluggesellschaften im Inland allein aufgrund von Vogelschlag jährliche Verluste zwischen 18 Mio. und 45 Mio. €. Diese Summe ließe sich im Rahmen einer intensivierten Beratung von Behörden durch das deutsche Vogelschlagkomitee, DAVVL e. V., reduzieren. Der Artikel zeigt, dass sich eine verstärkte Unterstützung des Vogelschlagkomitees für deutsche Fluggesellschaften mehr als deutlich auszahlen würde.

2011_morgenroth_vogelschlagverhuetung.pdf

2004

ADV/DAVVL
Qualifikationsanforderungen an Vogelschlagbeauftragte Internationaler Verkehrsflughäfen
Heft/Volume: 2004 / 1
Seite/Page: 5-6

1997

AAS, CHR. K.
Vogelschläge an Militärflugzeugen in Norwegen, 1985-1995
Heft/Volume: 1997 / 2
Seite/Page: 77-86
Zusammenfassung:

Die vorliegende Arbeit enthält eine Analyse von Vogelschlägen mit norwegischen Militärflugzeugen über einen Zeitraum von 11 Jahren. Von 1985 bis 1995 gab es in der Königlich Norwegischen Luftwaffe (KNLW) 345 Vogel-/Flugzeug-Kollisionen mit Totalverlust einer F-16; zwei Vogelschläge verursachten größeren Schaden, in 29 Fällen waren es nur kleinere Schäden; es gab weder bei Piloten noch sonstigen Besatzungsmitgliedern tödliche Unfälle. Jährliche Schwankungen und jahreszeitliche Spitzen der Häufigkeit von Vogelschlägen werden dargelegt, ferner die Verteilung der Vogelschläge nach Flugphase und Flughöhe, sowie beteiligte Luftfahrzeugtypen. Unter den beteiligten Vogelarten oder –gruppen waren Möwen mit 43% am häufigsten, sie waren auch unverhältnismäßig häufig für Schäden verantwortlich. Möwen bestätigen somit also ihre Position als die für die Luftfahrt gefährlichste Vogelart in Norwegen.

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1985

Hild, Jochen
Der Flughafen des Auslandes - Der Flughafen Palam - New Delhi/Indien
Heft/Volume: 1985 / 1
Seite/Page: 35 - 44
Zusammenfassung:

Auf dem Flughafen New Delhi werden von den internationalen Luftverkehrsgesellschaften jährlich 10-15 Vogelschläge registriert, was einer Rate von 5,5/10.000 Bewegungen entspricht; die Deutsche Lufthansa jedoch hatte hier im Durchschnitt der Jahre 1978-1983 eine jährliche Vogelschlagrate von 67,44/10.000 Bewegungen zu verzeichnen.

Gründe für die ungünstige Vogelschlagsituation in Delhi sind die ackerbauliche Nutzung und die umfangreichen Müllablagerungen in der Umgebung sowie die unzureichende Grünflächenbewirtschaftung auf dem Flughafen selbst, die einem Kleintieraufkommen als Vogelnahrung dienlich ist.

Dringend notwendig erscheinen hier systematische Stand- und Zugvogelbeobachtungen, auf denen dann differenzierte Vergrämungsprogramme basieren müssten, für welche z.T. auch bereits die Voraussetzungen vorliegen, und die Grundlage für ein noch zu errichtendes Warn- und Vorhersagesystem sein könnten. Von der Flughafenverwaltung wurden erste Maßnahmen inbesondere zur Müllkontrolle in der Umgebung veranlasst. Detaillierte Untersuchungsprogramme wurden begonnen; sie erfolgen unter Beratung des Naturhistorischen Museums in Bombay.

1985_1_flughafen_palam_newdelhi_indien.pdf
Reinke, Eckhard
Vogelschutzgebiete - Die Rieselfelder Münster
Heft/Volume: 1985 / 2
Seite/Page: 117 - 123
Zusammenfassung:

Die "Rieselfelder Münster" stellen ein Rückzugs- und Rastgebiet für Wasservögel dar und sind Europareservat. Sie haben sich aus Klärteichen entwickelt und wurden ausgebaut. Ihre Größe beträgt 230 ha, bestehend aus 130 Einzelteichen, die bis zu 20 cm tief sind. Im Gebiet überwiegen Möwen, Lemikolen und Wasservögel, die aufgrund ihres Gewichts und ihrer Neigung in Schwärmen aufzutreten eine erhebliche Gefahr für den Tiefflugbetrieb aber auch für Sportflugzeuge darstellen. Den Piloten wird empfohlen, Überflüge dieses Gebietes zu vermeiden.

1985_2_vogelschutzgebiete_rieselfeldermuenster.pdf
Ueckermann, Erhard
Der Vogel - Die Ringeltaube (Columba Palumbus)
Heft/Volume: 1985 / 1
Seite/Page: 45 - 54
Zusammenfassung:

Die in der Bundesrepublik Deutschland als Brut- und Jahresvogel auftretende Ringeltaube ist aufgrund ihrer z.T. sehr hohen Brutdichte und ihrer Konzentration in Überwinterungs- und Durchzugsgebieten zu einer erheblichen Belastung für die Landwirtschaft, speziell für den feldmäßigen Gemüsebau geworden. Dies hat gegen Ende der sechziger Jahre zu einer drastischen Streckensteigerung durch die Jäger mit einem Streckenhöchstwert von 821.497 Ringeltauben im Jagdjahr 1978/1979 im Bundesgebiet und damit zu einer Verdreifachung geführt. In den letzten Jagdjahren hat sich die Strecke auf eine Niveau zwischen 500.000 und 600.000 Individuen eingependelt. Lokal konnte durch den Abschuß eine Schadensminderung erreicht werden, wie u.a. eine begleitende Untersuchung in den Jahren von 1967 bis 1974 für Nordrhein-Westfalen aufweist.

An Vogelschlägen weltweit ist die Ringeltaube zwar nur mit ca. 5 ´% beteiligt, jedoch führen durch sie bedingte Zwischenfälle aufgrund ihres nicht unerheblichen Gewichts meist zu Schäden am Luftfahrgerät.

1985_1_ringeltaube.pdf
Wolkober, Ignatz
Ein Flughafen stellt sich vor - Der Flughafen Stuttgart
Heft/Volume: 1985 / 1
Seite/Page: 27 - 34
Zusammenfassung:

Der Flughafen Stuttgart rangiert unter den deutschen Verkehrsflughäfen im Mittelfeld. Die Böden sind durch Löß charakterisiert, der ihre hohe Fruchtbarkeit bedingt; stellenweise kann es zu Staunässebildung kommen. Der Flughafenraum gehört klimatisch zum Klimabezirk "Oberes Neckarland". Seine Vegetationsverhältnisse sind im wesentlichen durch Grünlandflächen und gärtnerische Anlagen charakterisiert. Die ersteren sind je nach Bodenverhältnissen sehr unterschiedlich.

Im Flughafengelände treten 62 verschiedene Vogelarten auf, von denen allerdings nur 9 Arten als flugbetriebsgefährdend zu gelten haben. Die Vogelschlagstatistik weist den Flughafen zwar als relativ problemlos aus, jedoch war während der letzten Jahre ein leichter Anstieg der Zwischenfälle zu verzeichnen, die sich allerdings zu fast 1/3 im An- und Abflugbereich des Flughafens ereigneten. Dies jedoch ist z.T auch bedingt durch eine ausgesprochen vogelfreundliche Umgebung. Aufgrund eines seit 1978 vorliegenden Biotopgutachtens werden Maßnahmen zur Vogelschlagverhütung durchgeführt, die im wesentlichen darin bestehen, das Flughafengelände durch Biotopmanagement unattraktiv für Vögel zu machen.

1985_1_flughafen_stuttgart.pdf
Harrison, Michael J.
Regelungen der US-Luftfahrtbehörd über Abfalldeponien in Flughafenbereichen
Heft/Volume: 1985 / 1
Seite/Page: 8 - 12
Zusammenfassung:

Die Bundesluftfahrtbehörde der USA hat im Hinblick auf die Anlage von Abfalldeponien an und in der Nähe von Flughäfen spezielle Regelungen erlassen, die auf Vogelschlagdaten basieren. Danach sind solche Anlagen in einer Entfernung von 5.000 bzw. 10.000 ft von Start- und Landebahnsystemen nicht zulässig bzw. bedürfen einer besonderen Beobachtung oder Behandlung von Fall zu Fall. Es soll verhindert werden, dass sich durch derlei Anlagen das Vogelschlagrisiko in den Flughafenbereichen vergrößert.

1985_1_regelungenus-luftfahrtbehoerde_abfalldeponienflughafenbereichen.pdf
Briot, J. L.
Über die Behandlung von Grünlandflächen auf den Flughäfen von Paris
Heft/Volume: 1985 / 1
Seite/Page: 13 - 16
Zusammenfassung:

Die beiden Flughäfen von Paris, Orly und Charles de Gaulle, werden im Frühjahr regelmäßig mit 3 verschiedenen chemischen Substanzen gespritzt, und zwar: 2 Selektivherbizide und 1 Wachstumshemmer. Diese Behandlung führt zu einer für Vögel unattraktiven Boden- und Grünlandbehschaffenheit u.a. durch Zerstörung der Schmetterlingsblütler, die z.B. Tauben als Fraß dienen, sowie durch Einhaltung einer minimalen Grashöhe von 15 - 20 cm ohne Mahd. Die Anwesenheit einiger 100 Tauben im Randzonenbereich der Startbahn von Paris-Orly führte in der Vergangenheit, insbesondere während der Frühjahrs- und Sommerperioden, zu einem fortdauernden Vogelschlagrisiko. Die Tauben wandern aus der Pariser Innenstadt zu und betrachten das Flughafenareal als Nahrungsfläche. Mit den Herbizidversuchen (2,4 DP; 2,4 MCPA sowie Mecoprop) wurde in den jahren 1976/1977 begonnen. Die Ergebnisse zeigten, daß die Wirksamkeit dieser Mittel zeitlich eingeschränkt ist, insbesondere während niederschlagsreicher Perioden, und daß je nach Witterungsverhältnissen trotz der Applikation ein mehrmaliges Mähen während des Jahres erforderlich war. Zn diese Schwierigkeiten zu lösen, wurden während der Jahre 1980/1982 sowohl in Orly als auch auf Charles de Gaulle einige neue chemische Produkte getestet. Die Ergebnisse werden hier vorgestellt.

1985_1_behandlunggruenlandflaechenflughaefenparis.pdf
Milsom, T. P.
Untersuchungen über Kiebitze in Flughafenbereichen
Heft/Volume: 1985 / 1
Seite/Page: 21 - 26
Zusammenfassung:

Seitens der Vogelkontroll-Einheit des britischen Ministeriums für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung wurden seit 1980 Untersuchungen zur Ernährung der Kiebitze durchgeführt. Sie zeigten, daß diese Art in relativ hohem Maße an Vogelschlägen beteiligt ist, und daß sie von Monat zu Monat verschieden, au0erhalb der Brutzeit einmal Ackerbauflächen andererseits aber auch kurz gemähtes Grünland bevorzugt. Langgrasbewirtschaftung ohne Mahd hat einen erheblichen Vergrämungseffekt zur Folge. Während Vollmondphasen scheint der Kiebitz zudem auch nachtaktiv zu sein, jedoch sind hier noch weitere Untersuchungen erforderlich.

1985_1_untersuchungenkiebitzeflughafenbereichen.pdf
Dahl, Hans
Vorschriften über das Flughafen-Management zur Vogelschlagverhütung auf dänischen Flughäfen
Heft/Volume: 1985 / 1
Seite/Page: 3 - 7
Zusammenfassung:

Auf den dänischen Flughäfen sind spezielle Maßnahmen zur Verhütung von Zusammenstößen zwischen Vögeln/Wildtieren und Luftfahrzeugen vorgeschrieben. Die Flughafenhalter sind verpflichtet, sich mit dem Vogelschlagrisiko vertraut zu machen, die Anlage von Wasserflächen und Vogelschutzgebieten zu unterbinden, Mülldeponien innerhalb einer bestimmten Entfernung vom Flughafen zu verhindern, spezielle Kultivierungs- und Pflanzungsprogramme zu erstellen, Vergrämungsmaßnahmen durchzuführen und über Zwischenfälle zu berichten sowie Vogelreste zur Identifizierung einzusenden. Darüber hinaus müssen sie Abschußlisten von erlegten Vögeln und Wildtieren führen.

1985_1_vorschriftenflughafen-management_vogelschlagverhutung_daenischeflughaefen.pdf
Küsters, Ekkehard
An Vogelschlägen beteiligte Vogelarten 1977-1984
Heft/Volume: 1985 / 2
Seite/Page: 78 - 88
Zusammenfassung:

Von 1977 bis 1984 wurden im Amt für Wehrgeophysik 1301 nach Vogelschlägen sichergestelle Reste untersucht. Die Bestimmung der Vogelart erfolgte mittels einer Vergleichssammlung oder durch mikroskopische Untersuchung. 88 verschiedene Vogelarten waren im genannten Zeitraum an Vogelschlägen beteiligt, 64 davon nur sporadisch. Möwen, Greifvögel und Tauben waren die häufigsten Verursacher von Vogelschlägen, daneben Mauersegler und Schwalben, deren Anteil in den Sommermonaten über 40 % betrug. Maßnahmen zur Verminderung von Vogelschlägen werden diskutiert.

1985_2_vogelschlaege_beteiligtevogelarten_1977-1984.pdf
Hild, Jochen
Auch Vögel haben ihre Procedures!
Heft/Volume: 1985 / 2
Seite/Page: 99 - 105
Zusammenfassung:

Die äußerst unterschiedliche Art verschiedener Vogelgruppen zu fliegen, macht es erforderlich, generelle Empfehlungen für den Piloten zu geben. Insbeondere langsam fliegenden Luftfahrzeugen kann empfohlen werden, zu ziehen oder seitlich auszuweichen, wenn ein Einzelvogel, ein Trupp oder ein Schwarm erkannt wird.

1985_2_voegel_procedures.pdf
Haerynck, Marc
Der Flughafen des Auslandes - Der Flughafen Brüssel/Belgien
Heft/Volume: 1985 / 2
Seite/Page: 106 - 110
Zusammenfassung:

Der Flughafen Brüssel-National liegt 55 m über NN und wird im Norden durch künstliche Gewässer und im Süden durch eine Müllverbrennungs- und Deponieanlage flankiert. Eine Vogel-Kontroll-Einheit stellt die Sofortvergrämung von Vögeln auf dem Flughafen sicher. Dieser ist in 3 Zonen unterteilt, in denen landwirtschaftliche Maßnahmen bestimmten Beschränkungen unterliegen, z.B. sind die Graslänge bzw. Art der landwirtschaftlichen Anbaunutzung vorgeschrieben. Alle Maßnahmen haben dazu geführt, daß insbesondere seit 1984 die Vogelschlagrate erheblich zurückgegangen ist. Es ereigneten sich rund 33 % der Vogelschläge außerhalb des Flughafens.

1985_2_flughafen_brussel.pdf
Mebs, Theodor
Der Vogel - Die Milane (Milvus spec.)
Heft/Volume: 1985 / 2
Seite/Page: 111 - 116
Zusammenfassung:

In der weltweiten Vogelschlagstatistik von IBIS für das Jahr 1981 werden Milane an zweiter Stelle genannt (an erster Stelle stehen die Möwen). Dies dürfte damit zusammenhängen, daß der Schmarotzermilan (Milvus migrans) in den subtropischen und tropischen Zonen Afrikas und Asiens weit verbreitet ist und gerade in der Umgebung von Städten - und somit auch bei Flughäfen - sehr häufig vorkommt. Hier ernährt er sich vornehmlich von Abfällen. In Europa sind die Milane - Rotmilan und Schwarzmilan - dagegen relativ selten, so daß sie schätzungsweise nur mit 4 % an Vogelschlägen beteiligt sind.

Milane sind ausgesprochene Segelflieger und verbringen beim Suchflug nach Nahrung einen großen Teil des Tages in der Luft. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn es in der Nähe von Flughäfen Wasserflächen gibt, an denen speziell der Schwarzmilan gerne jagt, bzw. wenn es Altholzbestände gibt, in denen Milane brüten können. Günstige Brutvoraussetzungen sollten deshalb nach Möglichkeit eliminiert werden.

1985_2_milane.pdf
Harrison, Michael J.
Triebwerk - Vogelschläge bei Großraum-Flugzeugen
Heft/Volume: 1985 / 2
Seite/Page: 89 - 93
Zusammenfassung:

In den Jahren 1972 bis 1981 wurden einige 100 Triebwerk-Vogelschläge von der FAA untersucht. Diese Untersuchungen erstreckten sich auf die Triebwerksmuster JT9D, CF6 und RB 211. Nach diesen Unterschungen wurde das Triebwerk JT9D am häufigsten von Vogelschlägen betroffen; 6,14 % führten zu Schäden. In etwa 5 % der Triebwerk-Vogelschläge an Großraum-Flugzeugen kam es zu multiplen Ereignissen, bei denen gleichzeitig mehrere Triebwerke getroffen wurden. Bezogen auf die Luftfahrzeugmuster erwies sich die B 747 mit dem Triebwerk JT9D als am meisten gefährdet, gefolgt von der DC 10 und dem Airbus A 300. Unter den vogelschlagträchtigsten Flughäfen der Welt heben sich 10 besonders heraus.

1985_2_triebwerk-vogelschlaege_grossraumflugzeugen.pdf
Keil, Werner
Vergrämungstechnik - Verwendung von Fallen und Netzen zur Vogelabwehr in Flughafenbereichen
Heft/Volume: 1985 / 2
Seite/Page: 124 - 131
Zusammenfassung:

Die Verwendung von Fallen als Maßnahme zur Verminderung des Vogelschlagrisikos in Flughafenbereichen bedarf einer sorgfältigen Überprüfung. Neben den Bestimmungen der Jagdgesetzgebung sind auch natur- und tierschutzrechtliche Aspekte zu beachten. Der Flughafenbetreiber muß sich auch darüber im klaren sein, ob der Einsatz dieser Geräte fachlich zu vertreten ist und das Betreuungspersonal über ensprechende Kenntnisse verfügt. Der Erfolg eines Falleneinsatzes ist von diesen Voraussetzungen abhängig. Das am häufigsten eingesetzte Gerät ist die Krähen-Massenfalle zum Fang von Rabenkrähen (Corvus corone). Daneben gibt es Fanggeräte für Haussperlinge (Passer domesticus), verwilderte Haustauben (Columba livia) und Möwen (Laridae, besonders Silbermöwen - Larus argentatus).

Die Verwendung von Netzen ist auf das Fernhalten von Vögeln, besonders Haussperlinge und verwilderte Haustauben, aus Großküchen, Flugzeug- und Frachthallen beschränkt. Zu einem Erfolg kann die Benutzung von Fallen und Netzen nur dann führen, wenn ihr Einsatz von Fachleuten geplant ist und das Bedienungspersonal eine einwandfreie Handhabung sicherstellt.

1985_2_vergraemungstechnik_fallennetzen.pdf
Solman, V. E. F.
Vogelschlagraten bei Flugzeug-Triebwerken
Heft/Volume: 1985 / 2
Seite/Page: 94 - 98
Zusammenfassung:

Eine neue kanadische Studie, welche die Jahre 1977 bis 1982 umfaßt, behandelt die Vogelschlagraten von Triebwerken verschiedener Luftfahrzeugtypen und unterschiedlicher Anordnung bei ähnlichen Luftfahrzeugen. Die vogelschlagbedingten Triebwerkschäden einschließlich gleichzeitiger multipler Vogelschläge korrelieren mit den Luftfahrzeugtypen und der Triebwerkanordnung. Die wiedergegebenen Daten zeigen eine hohe Verwundbarkeit gegenüber Vogelschlägen insbesondere bei Triebwerken, die unter den Tragflächen angebracht sind. Sie lassen gleichfalls bei kleinen, geräuschintensiven und am Heck montierten Triebwerken eine wesentlich geringere Vogelschlagrate erkennen. An Luftfahrzeugen, bei denen die gleichen Triebwerke unterschiedlich angeordnet sind, liegen die Vogelschlagraten bei Triebwerken unterhalb der Tragflächen um das Vierfach höher als bei solchen, die am Heck montiert sind.

1985_2_vogelschlagratenflugzeugtriebwerken.pdf
Becker, Jürgen
Vogelschlagstatistik Bundeswehr 1983 - 1984
Heft/Volume: 1985 / 2
Seite/Page: 72 - 77
Zusammenfassung:

In den jahren 1983 und 1984 ereigneten sich 1160 Zusammenstöße zwischen Vögeln und Luftfahrzeugen der Bundeswehr. 26 % aller Zwischenfälle führten zu Schäden am Luftfahrzeug. Besonders betroffen waren Strahlflugzeuge im Tiefflug. Die Vogelschläge werden im Bezug auf die verschiedenen Luftfahrzeugtypen, Flugphasen, Flughöhen und beteiligten Vogelarten sowie im Hinblick auf ihre monatliche und räumliche Verteilung analysiert. Auf dieser Grundlage wird die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Vogelschlagverhütung erläutert.

1985_2_vogelschlagstatistik_bundeswehr_1983-1984.pdf
Fürbeth, Herbert
Das Langmulchverfahren, eine Frankfurter Arbeitnehmererfindung
Heft/Volume: 1985 / 1
Seite/Page: 17 - 20
Zusammenfassung:

Mehrjährige Versuche im In- und Ausland haben ergeben, daß Langgrasflächen auf Flughäfen weniger attraktiv für Vögel sind als Kurzgrasflächen. Zur Minimierung des Vogelschlagrisikos mußte deshalb die Grünflächenbewirtschaftung auf Flughäfen/Flugplätzen umgestellt werden, was z.T nur mit Hilfe neuartiger Mähgeräte möglich war.

Auf dem Flugplatz Frankfurt/Main wurde das sog. Langmulchverfahren entwickelt, bei dem man sich eines speziellen neu entwickelten Mähgerätes bedient. Die Vorteile dieses Verfahrens bestehen in einer Erhöhung der Flugsicherheit durch Minderung des Vogelbesatzes, einer Verbesserung der ökologischen Verhältnisse auf den Grünlandflächen und in betriebswirtschaftlichen Erleichterungen.

1985_1_langmulchverfahren.pdf
Hoffmann, Ottokar und Schabram, Walter J.
Vogelschlagstatistik Deutsche Zivilluftfahrt 1983 - 1984
Heft/Volume: 1985 / 2
Seite/Page: 66 - 71
Zusammenfassung:

In den Jahren 1983 und 1984 wurden dem Luftfahrt-Bundesamt 850 Vogelschläge angezeigt. Bei der zeitlichen Verteilung lassen sich Häufungen zu Vogelzug- und nach Brutzeiten erkennen. Typisch für den zivilen Luftverkehr mit seinen großen Reiseflughöhen ist, daß sich fast alle Vogelschläge auf oder in der näheren Umgebung von Flughäfen, bei den Betriebsphasen mit geringer Flughöhe ereigneten.

Vögel mittlerer Größe (ca. 0,1 bis 1,8 kg) verursachten die meisten Schäden; in dieser Gruppe waren es insbesondere die Möwen, die zu Zwischenfällen führten. Die größten Kosten entstanden durch Triebwerksreparaturen. Während des Berichtzeitraums waren keine Menschenleben und keine Totalschäden zu verzeichnen.

1985_2_vogelschlagstatistik_deutschezivilluftfahrt_1983-1984.pdf

1984

Ruge, Klaus
Der Vogel - Die Krähen (zur Ökologie flugbetriebsgefährdender Vogelarten)
Heft/Volume: 1984 / 2
Seite/Page: 104 - 112
Zusammenfassung:

Von den in Mitteleuropa vorkommenden 9 Corvidenarten sind die Rabenkrähe (Corvus corone corone) und die Saatkrähe (Corvus frugilegus) unter Vogelschlaggesichtspunkten wichtig. Beide Arten sind Allesfresser und häufig auf den Flugplatz-Grünflächen und auf Müllplätzen anzutreffen, die Rabenkrähe im Allgemeinen in kleiner Zahl, die Saatkrähe aber ganzjährig in Schwärmen, die im Winter im Bereich ihrer Schlafplätze besonders groß sind. Züge und Schlafplatzflüge der Krähen können mit Hilfe von Radar beobachtet werden. Die Zahl der Krähen auf einem Flugplatz kann durch größere Wuchshöhe des Grases, die Entfernung von Müllplätzen sowie pyrotechnische und elektroakustische Geräte verringert werden. Der Wert von Krähen-Massenfallen ist umstritten, da vor allem junge Saatkrähen gefangen werden, die unter Naturschutz stehen.

1984_2_kraehen.pdf
Hild, Jochen Dr. und Pipjorke, Axel
Ein Flughafen stellt sich vor - Der Flughafen Düsseldorf
Heft/Volume: 1984 / 2
Seite/Page: 88 - 94
Zusammenfassung:

Der Flughafen Düsseldorf ist mit einer Entfernung von nur 7 km zur City einer der stadtnahmen Verkehrsflughäfen in der Bundesrepublik Deutschland. Mit 4,7 Millionen Fluggästen und 103.000 Bewegungen jährlich steht er an zweiter Stelle unter den Flughäfen der Bundesrepublik. Die geografische Lage des Flughafens bedingt nicht unerhebliche Vogelschlagprobleme. So ereigneten sich allein zwischen 1981 und 1983 mit Flugzeugen der Deutschen Lufthansa innerhalb des Flughafengeländes 54 Vogelschläge, was einer durchschnittlichen Rate von 5.62/10.000 Bewegungen entspricht. Unter den bisher beobachteten Vogelarten besitzen Kiebitz, Lachmöwe und Star die höchste Individuenabundanz, gefolgt von Ringeltaube, Feldlerche, Mäusebussard, Drosseln und Turmfalke. Grünlandwirtschaftliche, technische und jagdliche Maßnahmen haben während der letzten Jahre zu einer gewissen Risikominderung geführt. Die Problematik in der Umgebung ergibt sich aus den ausgedehnten Kiesabgrabungen nördlich des Flughafens sowie aus der nahen Lage des Flughafens zum Rheintal hin.

1984_2_flughafen_duesseldorf.pdf
Klaver, A.
Langfristige Graslandnutzung auf dem Flughafen Schiphol-Amsterdam
Heft/Volume: 1984 / 2
Seite/Page: 77 - 82
Zusammenfassung:

Die Flughafen-Grünlandflächen entstanden durch Einpolderung, dienten zunächst als Acker- und Weideland und werden erst seit etwa 1950 als Grünland genutzt. Nahezu 50 verschiedene Pflanzenarten bilden eine dichte und tragfähige Grasnarbe, die zurzeit sukzessiv erneuert wird. Hauptsächlich in Anbetracht des hohen Möwen- und Kiebitzaufkommens entschloss man sich für eine Langgrasbewirtschaftung, die sich auch unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten als zweckmäßig erwies.

1984_2_langfristigegraslandnutzungschiphol-amsterdam.pdf
Lemke, Wilhelm
Vogelschutzgebiete - Bedeutung und Gefährdung der Naturschutzgebiete auf den Hamburgischen Inseln Neuwerk und Scharhörn im Elbmündungsgebiet
Heft/Volume: 1984 / 2
Seite/Page: 113 - 119
Zusammenfassung:

Vor der Wurster Küste zwischen Elb- und Wesermündung befinden sich zwei vom „Verein Jordsand zum Schutze der Seevögel und der Natur e. V.“ betreute Naturschutzgebiete, die Düneninsel Scharhörn und die östlichen Außendeichsgebiete der Marschinsel Neuwerk einschließlich der vorgelagerten Watten. Die Insel Scharhörn besitzt eine große Bedeutung als Brutplatz zahlreicher Seevogelarten. Hier brüten u. a. Fluss- und Brandseeschwalbe mit jeweils mehreren Tausend Brutpaaren. Die Insel Neuwerk mit den umliegenden Wattgebieten ist vor allem als Rast- und Nahrungsgebiet für Limikolen, Enten und Möwen bedeutsam. Viele Tausend Individuen sind ganzjährig zu beobachten. Flugbewegungen in diesen Räumen rufen Störungen für die Vogelwelt hervor, die gravierende Folgen für die betroffenen Bestände haben können. Auch aus Gründen der Vogelschlaggefahr sollten Tiefflugbewegungen in diesen ornithologisch bedeutsamen Gebieten vermieden werden.

1984_2_vogelschutzgebiete.pdf
Reinhardt, Hans Werner
Zur Problematik von Grünlandpflegemaßnahmen unter Berücksichtigung des Vogelschlagproblems, dargestellt am Beispiel des Nato-Flughafens Nörvenich
Heft/Volume: 1984 / 2
Seite/Page: 83 - 87
Zusammenfassung:

Der Flughafen Nörvenich liegt als ökologisch intakte Zelle inmitten einer flurbereinigten, von zahlreichen Wasserflächen und Bodenaufschlüssen durchsetzten Agrarlandschaft. Die natürliche Attraktivität des Platzes sowie seine geografische Lage sind ursächlich für ein ganzjährig hohes Vogelaufkommen. Untermauert durch langjährige Versuche des Amts für Wehrgeophysik konnte eine ausgewogene Anwendungspraxis für Wachstumsregulatoren gefunden werden. Die Grünlandbewirtschaftung wird auf den Witterungsverlauf und den vorhandenen Gerätepark zugeschnitten.

1984_2_problematikgruenlandpflegemassnahmenvogelschlagproblemen.pdf
Hild, Jochen
Der Flughafen des Auslandes - Der Flughafen Don Muang - Bangkok/Thailand
Heft/Volume: 1984 / 2
Seite/Page: 95 - 103
Zusammenfassung:

Die Deutsche Lufthansa verzeichnet auf dem Flughafen Don Muang für 1982 eine Vogelschlagrate von 77,99/10.000 Bewegungen. Der Flughafen ist der am meisten vogelschlaggefährdete der Region. Gründe für die Gefährdung sind die ökologischen Verhältnisse inbesondere im nördlichen Anflug sowie die Nutzungsform des engeren Flughafenbereichs (Grünlandflächenbewirtschaftung, Gewässer).

Notwendig erscheinen visuelle und Radar-Vogelzugbeobachtungen für welche die Voraussetzungen vorliegen, und die als Grundlage für ein noch zu erstellendes Warn- und Vorhersagesystem dienen könnten. Für die Umgebung insbesondere den nördlichen Anflug sollte ein Landschaftsmanagement-Programm erstellt werden. An den ökologischen Gesamtuntersuchungen ist das Institute of Scientific und Technological Research beteiligt.

1984_2_flughafen_donmuang_bangkok_thailand.pdf
Verheijen, F. J.
Vergrämungstechnik Auswirkungen von Licht und Lichtstrahlen auf Vögel
Heft/Volume: 1984 / 2
Seite/Page: 120-128
Zusammenfassung:

Man ist sich gegenwärtig nicht einig darüber, ob Luftfahrzeuglichter bzw. stark gebündelte Scheinwerfer zu Vogelvergrämung beitragen oder im Gegenteil für bestimmte Vogelarten attraktiv sind (GRIFFIN, 1974, LARKIN, 1976, YAKOBI, 1978). In dem vorliegendem Beitrag soll dieses Problem unter Berücksichtigung von Zusammenströßen/Begegnungen zwischen nachtziehenden Vögeln und Flugzeugen auf dem Streckenflug bei Nacht diskutiert werden. Es wird vermutet, daß die Mondphasen dabei eine entscheidende und bis heute vernachlässigte Umweltgröße darstellen.

1984_2_vergraemungstechnik_licht.pdf
Helkamo, Stenman, Vickholm (Übersetzung Dr. Jochen Hild)
Der Flughafen des Auslandes - Vogelkontrolle auf dem Flughafen Helsinki-Vantaa
Heft/Volume: 1984 / 1
Seite/Page: 42 - 49
Zusammenfassung:

Auf dem Flughafen Helsinki-Vantaa wird das Vogelschlagproblem von einem speziellen Ausschuss, dem auch Ornithologen angehören, untersucht. Überprüfungs- und Vergrämungsmaßnahmen finden zwischen dem 15. März und dem 15. November von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang statt. Außerdem werden Maßnahmen des Biotop-Managements durchgeführt: Entfernung von Feucht-/Wasserflächen, Entfernung von Birkengebüsch und Pflanzung von Kiefern. In der Umgebung wurden an einer nahegelegenen Mülldeponie spezielle Maßnahmen eingeleitet, um deren Attraktivität zu verringern; außerdem erfolgten Bestandsregulierungen und Versuche zur Regenwurmbekämpfung. Weitere Untersuchungs- und Vergrämungsprogramme werden ständig vorbereitet. Auf diese Weise konnte die Anzahl der Vogelschläge mit Schaden im Jahr 1981 auf null gesenkt werden.

1984_1_flughafen_helsinki-vantaa.pdf
Keil, Werner
Der Vogel - Die Falken (zur Ökologie und Biologie flugbetriebsgefährdender Vogelarten)
Heft/Volume: 1984 / 1
Seite/Page: 50 - 55
Zusammenfassung:

Von den in der Bundesrepublik brütenden, durchziehenden oder überwinternden Falkenarten - Baumfalke (Falco subbuteo), Wanderfalke (Falco peregrinus), Merlin (Falco columbarius), Turmfalke (Falco tinnunculus) -, ist lediglich letztere für das Vogelschlagproblem relevant. Der Turmfalke ist neben dem Mäusebussard (Buteo buteo) die häufigste einheimische Greifvogelart. Aufgrund seiner Brut- (Felsen-, Gebäude- und Baumbrüter) und Ernährungsgewohnheiten (Hauptbeute sind Mäuse und größere Insekten) bietet das Flughafengelände mit seinen Gebäuden und den großen Grünflächen diesem Greifvogel ideale Lebensmöglichkeiten. Hieraus ergibt sich, dass der Turmfalke zu den vogelschlagrelevanten Vogelarten zu zählen ist und es durch seine Größe zu erheblichen Schäden kommen kann. Angelpunkt für eine Verminderung seiner Population sind der Entzug der Ernährungsbasis (Mäuse- und Insektenbekämpfung) und die Verminderung der potenziellen Nistplätze.

1984_1_falken.pdf
Essiger, Kurt
Ein Flughafen stellt sich vor - Der Flughafen Hannover-Langenhagen
Heft/Volume: 1984 / 1
Seite/Page: 36 - 41
Zusammenfassung:

Der Flughafen Hannover liegt im Flachlandbereich zwischen der norddeutschen Tiefebene und dem niedersächsischen Mittelgebirgsvorland. In der Umgebung dominieren Grün- und Ackerland; vereinzelte Gehölze sind vorhanden. Unter den Vogelarten des Flughafens dominieren Kiebitz, Star, Raben-, Saatkrähe und Greifvögel. Die Maßnahmen zur Vogelschlagverhütung erstrecken und erstreckten sich vornehmlich auf Drainagen, die Förderung natürlicher Heideflächen und die Umstellung von Mulchbewirtschaftung auf „Langgraswirtschaft“; zum Teil wird auch eine gezielte Jagd z. B. auf Füchse durchgeführt. Der zeitweilige Einsatz von pyroakustischen Geräten hat sich bewährt. Die Vogelschlagtendenz für den engeren Flughafenbereich ist eindeutig rückläufig.

1984_1_flughafen_hannover-langenhagen_1.pdf
Keil, Werner
Einsatz von Beizvögeln zur Vogelvergrämung auf Flughäfen
Heft/Volume: 1984 / 1
Seite/Page: 3 - 10
Zusammenfassung:

Die Frage der Verwendung falknerisch abgetragener Greifvögel wird in verschiedenen Ländern seit Ende des letzten Krieges diskutiert; die Einsatzmöglichkeiten werden erprobt. Im Wesentlichen rekrutieren sich die Beizvögel aus Wanderfalken (Falco peregrinus) und Habichten (Accipiter gentilis). Anhand der einschlägigen Literatur werden die Versuchsergebnisse vorgestellt. Es zeigt sich, dass abgesehen von den Schwierigkeiten bei der Beschaffung der Vögel, der falknerischen Abrichtung und dem hohen personellen Aufwand die Verwendung in der Flughafenpraxis außerordentlich kompliziert und daher zumindest für Zivilflughäfen indiskutabel ist. Gleiches gilt für die Verwendung von Flugmodellen, die in ihrem Aussehen Greifvögeln nachgebildet werden.

1984_1_beizvoegelvogelvergraemungflughaefen.pdf
Dingethal, Fritz Johann
Möglichkeiten zur Minderung der Vogelschlaggefahr bei Kies- und Sandabgrabungen in Flugplatznähe
Heft/Volume: 1984 / 1
Seite/Page: 11 - 16
Zusammenfassung:

Trockenabbau von Kies und Sand besitzt keine Relevanz für das Vogelschlagproblem, sofern die Gruben nicht als Mülldeponien genutzt werden. Falls jedoch bei Abgrabungen in der Umgebung von Flugplätzen Gewässer entstehen, sind spezielle Rekultivierungs- bzw. Renaturierungsmaßnahmen erforderlich, um die Baggerseen möglichst unattraktiv für Wasservögel zu gestalten und somit der Erhöhung des Vogelschlagrisikos entgegenzuwirken.

1984_1_minderungvogelschlaggefahrkies-sandabgrabungen.pdf
Opitz von Boberfeld, Wilhelm
Zur Problematik der Saatgutmischungen für den Anwendungsbereich Flughäfen
Heft/Volume: 1984 / 1
Seite/Page: 17 - 22
Zusammenfassung:

Für die Auswahl der Saatgutmischung ist die spätere Nutzung entscheidend. Demzufolge kommen für den Flughafenbereich nur zwei Regel-Saatgut-Mischungen in Frage. Neben der Artenfrage sind die Sortenfrage sowie die Handelsanforderungen von Bedeutung. Zu diesen Teilaspekten wird in den verschiedenen Punkten des Beitrags Stellung genommen, die dem Planer Entscheidungshilfen ermöglichen.

1984_1_problematiksaatgutmischungenflughaefen.pdf
Knoblauch, Gerhard
Durchzug und Schwarmbildung der Ringeltaube (Columbia Palumbus L.) in Westfalen
Heft/Volume: 1984 / 1
Seite/Page: 23-35
Zusammenfassung:

Die Ringeltaube gehört neben dem Star zu den Vögeln in Westfalen, die als Durchzügler zahlenmäßig am stärksten auftreten. Deshalb und wegen ihrer Größe stellen sie für die Luftfahrt ein gewisses Flugsicherheitsrisiko dar. Die nachfolgenden Angaben beruhen auf Zählungen von etwa 80 Mitarbeitern der Westfälischen Ornithologen-Gesellschaft innerhalb von zehn Jahren (1972-1981) in 1827 Beobachtungsstunden (mehr als 100.000 ziehende Ringeltauben). Der jahreszeitliche Ablauf des Wegzugs vollzieht sich in der Zeit von Anfang September (Mittel: 03.09) bis zum 2. Dezemberdrittel. Der Zug während des Tages verläuft von Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang mit einem Maximum zwischen 08.00 und 09.00 Uhr. Die Stärke der ziehenden Trupps ist sehr unterschiedlich; die größten Trupps hatten eine Stärke von 900 Exemplaren.

Die Hauptzugrichtung liegt zwischen W und S; fast 48% der Ringeltauben ziehen nach SW mit einer Zuggeschwindigkeit von 60 - 80 km/h, wobei aber durch verschiedene Faktoren, z.B. Wind, die Normalgeschwindigkeit erheblich geändert werden kann. Die Flughöhe - 100 bis 2400 m - richtet sich nach Wetter, Wind und Landschaftsform. Obwohl der Wind während des Zugs von untergeordneter Bedeutung zu sein scheint, bevorzugen Ringeltauben Windstille und schwachen Wind; in 43,7 % erfolgt Gegenwindzug. Meistens ziehen Ringeltauben bei bewölktem, aber trockenem Wetter; Niederschläge werden im wesentlichen gemieden.

Die Schwarmbildung setzt Mitte September/Anfang Oktober ein und endet etwa Anfang April. Die größten Schwärme zählten 1.000, 2.000 und 3.500 Exemplare

1984_1_durchzugschwarmbildungringeltaubewestfalen.pdf
Stüber, Robert
Bepflanzung von Flughäfen unter besonderer Berücksichtigung des Vogelschlagproblems
Heft/Volume: 1984 / 2
Seite/Page: 67 - 76
Zusammenfassung:

Art und Umfang von Flughafenbepflanzungen werden vom jeweiligen Landschaftsraum und von den unterschiedlichen Aufgaben, die sie erfüllen sollen, geprägt. Im Hinblick auf eine Verringerung des Vogelschlagproblems können jedoch bezüglich Gehölzauswahl, Zusammensetzung und Unterhaltung der Pflanzungen auch allgemeingültige Empfehlungen ausgegeben werden. Die Bepflanzung stellt aber nur einen Teilaspekt zur Lösung des Vogelschlagproblems auf Flughäfen dar. Es sollte angestrebt werden, für jeden Flughafen einen landespflegerischen Begleitplan aufzustellen, der unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten zielgerichtete landschaftsökologische Aussagen treffen kann.

1984_2_bepflanzungflughaefen.pdf

1983

Hild, Jochen Dr.
Der Flughafen des Auslandes - Der Flughafen Peking
Heft/Volume: 1983 / 2
Seite/Page: 117 - 127
Zusammenfassung:

Der Flughafen Peking und seine Umgebung haben einen vergleichsweise mäßigen Vogelartenbesatz. Vogelschlagbedingte Zwischenfälle wurden bisher zwei gemeldet. Der Flughafen befindet sich zurzeit im Umbau, wodurch umfangreiche landschaftsverändernde Maßnahmen erforderlich waren, die z. T. das Vogelauftreten begünstigten. Standvogelauftreten und Zugsituation im Großraum Peking werden sehr wesentlich durch die Witterung bestimmt. Die geografische Lage Pekings hat zur Folge, dass hier die Vogeldichte periodisch stark variiert und das Zuggeschehen schubweise verläuft. Begrenzte Vergrämungsmaßnahmen auf dem Flughafengelände können zur Verbesserung der Flugsicherheitssituation beitragen.

1983_2_flughafen_peking.pdf
Wormuth, Hans-Joachim
Der Vogel - Die verwilderte Haustaube (zur Ökologie flugbetriebsgefährdender Vogelarten)
Heft/Volume: 1983 / 2
Seite/Page: 128 - 134
Zusammenfassung:

Als Abkömmlinge der Felsentaube und ursprüngliche Höhlenbrüter finden verwilderte Haustauben in dichtbesiedelten Wohngebieten, vornehmlich im Citybereich größerer Städte, durch das Vorhandensein von Gebäudenischen, Gesimsen, Mauerlöchern, Belüftungsschächten usw. äußerst günstige Nist- und Schlafplätze. Zusätzlich schaffen die Vielseitigkeit in der Ernährung und die reichliche Fütterung durch die Bevölkerung ideale Lebensbedingungen. Auch die Gebäudekomplexe auf Flughäfen mit ihrem stark fluktuierenden Publikumsverkehr können ähnlich ideale Bedingungen bieten. Das als „mittelgradig“ einzustufende Vogelschlagrisiko liegt in gelegentlichen Flugbewegungen mehr oder weniger großer Schwärme (15 bis 300 Tauben) mit einem Aktionsradius von gewöhnlich 150 bis 600 m. Schäden an Flugzeugen können auch durch Kot und Nistmaterial in Flugzeughallen hervorgerufen werden.

1983_2_verwildertehaustaube.pdf
Unbehaun, Günther
Ein Flughafen stellt sich vor - Der Flughafen Nürnberg
Heft/Volume: 1983 / 2
Seite/Page: 111 - 116
Zusammenfassung:

Der Flughafen Nürnberg liegt 5 km nördlich vom Stadtzentrum und weist von Natur aus Magerböden auf, die allerdings zeitweise einer landwirtschaftlichen Nutzung unterlegen haben. Unter den deutschen Flughäfen gehört er seit 1980 zu denen mit den geringsten absoluten und relativen vogelschlagbedingten Zwischenfällen. Auf dem Flughafen wurden 87 verschiedene Vogelarten festgestellt, von denen 14 für den Luftverkehr relevant sind. Mit Hilfe pyrotechnischer Mittel wird eine Ad-Hoc-Vergrämung durchgeführt. Verzicht auf Mulchbewirtschaftung, Drainagemaßnahmen und verstärkte Bejagung führten zu einer quantitativen Verringerung des Vogelartenaufkommens.

1983_2_flughafen_nuernberg.pdf
Fürbeth, Herbert
Flughafen - Ökologie als Planungskriterium
Heft/Volume: 1983 / 2
Seite/Page: 88 - 94
Zusammenfassung:

Die Flughafenökologie berücksichtigt die Wechselbeziehungen zwischen allen Umweltfaktoren, die auf einem Flughafen wirksam sind. Sie bezieht sich nicht auf Fragen des Umweltschutzes, sondern will den Flughafenverwaltungen Entscheidungshilfen liefern. Die sich aus flughafenökologischen Untersuchungen ergebenden Maßnahmen zur Verhütung von Vogelschlägen müssen zwangsläufig naturkonformer und in ihren Auswirkungen dauerhafter sein. Sie sind somit auch umweltkonformer, da sie auf ein konstruktives Biotop-Management abzielen.

1983_2_flughafenoekologieplanungskriterium.pdf
Schmitt, Adolf
Pflanzungen auf Flugplätzen - Ihre Aufgaben für Emissions- und Windschutz, auch vorsorgend gegen Vogelschlag
Heft/Volume: 1983 / 2
Seite/Page: 95 - 100
Zusammenfassung:

Eine präzise und komplexe Landschaftsanalyse wird Daten feststellen, die es dann ermöglichen, wirkungsvolle und landschaftsgerechte Pflanzungen zum Zwecke des Emissions- und Windschutzes den örtlichen Verhältnissen angepasst zu planen und ausführen zu lassen. Dass dabei vorsorglich die Ergebnisse der Verhaltensforschung über Kleintiere, Niederwild und Vögel einbezogen werden müssen, hilft mit, u. a. die Gefahren des Vogelschlags zu mindern, und kann deshalb als Teil des aktiven Naturschutzes angesehen werden.

1983_2_pflanzungen_emissions-windschutz.pdf
Hoffmann, Ottokar
Vogelschlagstatistik Deutsche Zivilluftfahrt 1981 bis 1982
Heft/Volume: 1983 / 2
Seite/Page: 79 - 82
Zusammenfassung:

Die Zahl der Vogelschläge und die dadurch verursachten Kosten sind insgesamt nicht zurückgegangen. Die größte Gefährdung geht von Möwen aus. Betroffen sind in erster Linie Strahlflugzeuge. Die Schwachstellen der Flugzeuge sind ihre Triebwerke. In der zivilen Luftfahrt ereignen sich fast alle Vogelschläge im Bereich der Flughäfen (ca. 12 km Umkreis), aber nur ein Teil davon innerhalb der engeren Flughafenareale.

1983_2_vogelschlagstatistikdeutschezivilluftfahrt_1979-1982.pdf
Moritz, Dieter
Vogelschutzgebiete - Die Insel Helgoland und ihre Naturschutzgebiete
Heft/Volume: 1983 / 2
Seite/Page: 101 - 110
Zusammenfassung:

Die Hochseeinsel Helgoland weist zwei Naturschutzgebiete auf: den Helgoländer Felssockel (das Fels-Litoral) und den Lummenfelsen. Letzterer ist als einziger deutscher Brutplatz von Trottellumme, Tordalk, Dreizehenmöwe und Eissturmvogel ornithologisch von besonderem Interesse und auch für die Flugsicherheit von einer gewissen Relevanz: Gewicht von Lumme und Alk bis 1.000 g, von Dreizehenmöwe bis 500 g. Für die Flugsicherheit ist zudem die Tatsache von Bedeutung, dass der Vogelzug über der Deutschen Bucht ein ganzjähriges Phänomen ist mit Schwerpunkten im April/Mai und September/Oktober. Es kommt hinzu, dass verschiedene Seevögel, insbesondere Großmöwen, zu jeder Jahreszeit bei und auf Helgoland rasten und Nahrungs- sowie Schlafplatzflüge ausführen. Ein gern aufgesuchter Rastplatz ist der Flugplatz auf der Düne.

1983_2_vogelschutzgebiete_helgoland.pdf
Becker, Jürgen und von Raden, Henning
Vogelschlagstatistik Bundeswehr 1981 - 1982
Heft/Volume: 1983 / 2
Seite/Page: 83-87
Zusammenfassung:

Die Vogelschläge der Bundeswehr in den Jahren 1981 und 1982 werden in Hinblick auf die Zahl der Unfälle und Zwischenfälle, die Luftfahrzeugtypen, die Flugphasen, die monatliche (Abb. 1) und höhenmäßige Verteilung sowie die beteiligten Vogelarten analysiert.

Der Anteil der Vogelschläge mit/ohne Schaden wird in Abhängigkeit von den verschiedenen Flugphasen untersucht (Abb. 2). Auf dieser Grundlage muß die zukünftige Arbeit vor allem in einer Verringerung der Enroute-Vogelschläge durch eine Verbesserung der Warn- und Vorhersageverfahren sowie in einer Detailuntersuchung der Vogelschläge an neuen Waffensystemen bestehen.

1983_2_vogelschlagstatistikbundeswehr_1981-1982.pdf
van Geuns, Allert M.
Der Flughafen des Auslandes - Der Flughafen Amsterdam-Schiphol
Heft/Volume: 1983 / 1
Seite/Page: 46 - 51
Zusammenfassung:

Bereits seit 1955 werden auf dem Flughafen Schiphol Maßnahmen gegen Vögel durchgeführt. Während der letzten Jahre haben sich diese wegen zunehmender Probleme intensiviert. Das Vogelaufkommen auf dem Flughafen ist eine Funktion der Umgebung und der gesamten ökologischen Verhältnisse in der Umgebung. Spezielle Formen der Grünlandflächenbewirtschaftung, aber auch eine begrenzt landwirtschaftliche Nutzung tragen zur Vergrämung bei. Langgras wird bevorzugt. Außerdem gibt es verschiedene Maßnahmen der aktiven Kontrolle, d. h. der direkten Vergrämung durch biotechnische Mittel sowie sog. operationelle Verfahren, für die eine spezielle Arbeitsgruppe zuständig ist. Die Arbeitsgruppe verfügt über entsprechende Kompetenzen.

1983_1_flughafen_amsterdam-schiphol.pdf
Kooiker, Gerhard
Der Vogel - Der Kiebitz (zur Ökologie flugbetriebsgefährdender Vogelarten)
Heft/Volume: 1983 / 1
Seite/Page: 52 - 59
Zusammenfassung:

Kiebitze sind an Vogelschlägen zu weniger als 10 % beteiligt. Da sie in großen bis sehr großen Schwärmen besonders auf dem Herbstzug auftreten, kann es jedoch zu gefährlichen Mehrfach-Vogelschlägen kommen. Die kurzrasigen Grünflächen von Flughäfen und -plätzen sind für diese Limikolenart ausgesprochen attraktive Rast-, Nahrungs- und Bruthabitate. Um sinnvolle Abwehrmaßnahmen zu betreiben, ist es wichtig, die Vegetation so hoch wachsen zu lassen, dass das Flughafengelände von dieser Art nicht mehr angenommen wird. Eine Grashöhe von über 15 cm wird von den Kiebitzen im Allgemeinen schon gemieden und würde deshalb als billige und dauerhafte Vergrämungstechnik wahrscheinlich ausreichen.

1983_1_kiebitz.pdf
Lauer, Guenter
Die Abwehr von Gefahren für den Flugbetrieb im Nahbereich militärischer Flugplätze - rechtliche und planungsrechtliche Hinweise
Heft/Volume: 1983 / 1
Seite/Page: 3 - 8
Zusammenfassung:

Die Wehrbereichsverwaltungen sind als militärische Luftfahrbehörde Planungsträger des Bundes. Sie haben im Rahmen spezieller gesetzlicher Vorschriften die Sicherheit im Luftverkehr zu gewährleisten. Ihre Mitwirkungsmöglichkeit erstreckt sich auf verschiedene planerische Verfahren. Von besonderer Bedeutung ist die Mitsprache bei Kiesabgrabungen sowie beim Betrieb von Mülldeponien.

1983_1_abwehrgefahrenflugbetriebnahbereichmilitaerischerflugplaetze.pdf
Sindern, Christoph
Ein Flughafen stellt sich vor - Der Flughafen München-Riem
Heft/Volume: 1983 / 1
Seite/Page: 38 - 45
Zusammenfassung:

Der Flughafen München-Riem liegt am östlichen Rand der Stadt München, ca. 11 km vom Stadtzentrum entfernt. Mit durchschnittlich 6,5 Vogelschlägen je 10.000 Flugbewegungen in den letzten Jahren nimmt er unter den deutschen Verkehrsflughäfen einen mittleren Platz in der Vogelschlagstatistik ein. Von den verschiedenen Maßnahmen zur Vogelschlagverhütung werden in den biologisch/ökologischen Methoden, wie z. B. dem Biotopmanagement, langfristig die größten Erfolgschancen gesehen.

1983_1_flughafen_muenchen-riem.pdf
Keil, Werner
Vergrämungstechnik - Visuelle Vogelvergrämung
Heft/Volume: 1983 / 1
Seite/Page: 60 - 64
Zusammenfassung:

Die Anwendungsmöglichkeiten visueller Vergrämungstechniken sind sehr vielseitig. Sie stellen eine Veränderung des Lebensraums für die sich dort aufhaltenden Vogelarten dar, an die sie sich jedoch in einer gewissen Zeitspanne gewöhnen. Infolgedessen muss in bestimmten Intervallen ein Ortswechsel der jeweiligen Vertreibungsmethode durchgeführt werden. Es erhöht sich der Wirkungsgrad der Maßnahme, wenn zwei oder mehr Techniken kombiniert werden. Auch eine Verkopplung visueller und akustischer Vergrämungsarten hat einen guten Erfolg.

1983_1_vergraemungstechnik_visuellevogelvergraemung.pdf
Fußmann, Gerhard
Vogelschlagrisiko bei Kampfflugzeugen und technische Maßnahmen zu seiner Reduzierung
Heft/Volume: 1983 / 1
Seite/Page: 22 - 37
Zusammenfassung:

Die Bewertung des Vogelschlagrisikos – hier der mögliche Verlust von Menschen oder Flugzeugen – erfolgt unter Berücksichtigung der Gefahrenklasse und der Treffwahrscheinlichkeit. Dieses Risiko kann durch Erhöhung der Vogelschlagfestigkeit des Flugzeugs reduziert werden. BWB-ML ist für die Einleitung der dazu erforderlichen Maßnahmen zuständig. Grundsätzliche Richtlinien für die Einleitung technischer Verbesserungsmaßnahmen werden angegeben. Zu den am stärksten bedrohten Flugzeugbaugruppen zählen Canopy, Antrieb und Flügel. Für sie werden Gefahrenklasse, Sicherheitsforderungen und mögliche Verbesserungsmaßnahmen wie Materialwahl, Entwurfsvarianten und analytische Testmethoden aufgeführt.

1983_1_vogelschlagrisikokampfflugzeugenreduzierungsmassnahmen.pdf
Hapke, Hans-Jürgen
Zur Toxikologie der Bekämpfungsmittel für überhandnehmende Tierpopulationen
Heft/Volume: 1983 / 1
Seite/Page: 9 - 21
Zusammenfassung:

Die Vergiftung wildlebender Tiere, z. B. Vögel mit chemischen Substanzen, kann insgesamt nicht empfehlenswert sein, dennoch werden Biozide zur Dezimierung überhandnehmender Tierpopulationen bei besonderen Situationen benutzt. Bei der Auswahl der chemischen Mittel müssen im Hinblick auf eine Verursachung von Schmerzen und Leiden u. a. deren zentralnervöse Effekte Berücksichtigung finden. Unter Tierschutzaspekten sollen nur Stoffe mit primärer Beeinträchtigung des Bewusstseins Verwendung finden. Direkt tötende Mittel werden wegen der Gefahr von Sekundärvergiftungen abgelehnt. Mittel zu Fortpflanzungsbeeinflussung sind aus toxikologischer und ökologischer Sicht jedoch optimal.

1983_1_toxikologiebekaempfungsmittel.pdf

1982

Bundesminister der Verteidigung
Verhütung von Vogelschlägen im Flugbetrieb der Bundeswehr
Heft/Volume: 1982 / 1
Seite/Page: 3 - 7
Zusammenfassung:

Für den Bereich der Bundeswehr wurde bereits im Jahr 1967 ein erster „Vogelschlagerlass“ herausgegeben, der zwischenzeitlich durch neue Erlasse ersetzt wurde. Diese neuen Erlasse regeln sehr detailliert alle Maßnahmen zur Vogelvergrämung im Bereich der Flugplätze, der Vogelschlagverhütung im Tiefflug sowie Maßnahmen in der Umgebung der Flugplätze.

1982_1_verhuetung_vogelschlaege_bundeswehr.pdf
Lind, Hans
Der Flughafen des Auslandes - Die Vogelschlagsituation auf dem Flughafen Kopenhagen und ihr ökologischer Hintergrund
Heft/Volume: 1982 / 2
Seite/Page: 102 - 108
Zusammenfassung:

Auf dem Flughafen Kopenhagen ereignen sich im Jahresschnitt etwa 60 vogelschlagbedingte Zwischenfälle. Regelmäßige Vogelvergrämungsaktionen werden bereits seit 1963 durchgeführt. Neben pyro- und elektroakustischen Vergrämungsverfahren, die in ihrer Wirkung unterschiedlich sind, kommt dem Biotopmanagement erhöhte Bedeutung zu; es basiert sehr wesentlich auf ökologischen Grundlagenuntersuchungen. Silber-, Lachs-, Sturmmöwen und Austernfischer führen zu den größten Flugsicherheitsproblemen und gaben Anlass zu Spezialuntersuchungen. Diese führten zur Einstellung der ackerbaulichen Nutzung und zu einer Grünflächenbewirtschaftung, die auf mittellanges Gras abgestellt ist. Bedeutsam für das Vogelauftreten am Flughafen sind eine Mülldeponie im Westen, eine Möwen-Brutkolonie im Osten und ein Rastgebiet im Osten. Hier wurden Maßnahmen zur Populationsverringerung durchgeführt.

1982_2_vogelschlagsituation_kopenhagen.pdf
Mebs, Theodor
Der Vogel - Die Greifvogelbestände in der Bundesrepublik Deutschland
Heft/Volume: 1982 / 2
Seite/Page: 109 - 115
Zusammenfassung:

Aufgrund langjähriger Beobachtungen sind die Brutbestände und Fluktuationen der Greifvögel in der Bundesrepublik Deutschland gut bekannt. Zugmonate bzw. Durchzugsmonate sind März bis Mai sowie September und Oktober. Insgesamt 14 Greifvogelarten gelten in der Bundesrepublik als Brutvögel, relativ häufig sind lediglich Mäusebussard, Turmfalke, Habicht und Sperber.

1982_2_greifvogelbestaende_brd.pdf
Brough, Trevor
Die Wirksamkeit von langem Gras als "Vogelvergrämungsmittel" auf Flugplätzen
Heft/Volume: 1982 / 2
Seite/Page: 78 - 84
Zusammenfassung:

Langes Gras vertreibt zwar die Vögel nicht vollkommen, führt aber zu einer bedeutenden Verringerung des Vogelaufkommens und kann u. U. einen nützlichen Beitrag zur Vogelkontrolle auf Flugplätzen liefern.

1982_2_langes_gras_vogelvergraemungsmittel.pdf
Richter, Harry
Ein Flughafen stellt sich vor - Der Flughafen Bremen
Heft/Volume: 1982 / 2
Seite/Page: 95 - 101
Zusammenfassung:

Aufgrund seiner Lage und ökologischen Bedingungen ist der Flughafen Bremen in hohem Maße vogelschlaggefährdet. Vor 15 Jahren wurden hier bereits Maßnahmen eingeleitet, um dieses Flugsicherheitsrisiko in den Griff zu bekommen. Diese Maßnahmen haben zu einer wesentlichen Verbesserung der Flugsicherheitssituation geführt. Grundlage für die Vergrämung waren ausführliche ökologische Untersuchungen, die z. B. Auskunft über das witterungsbedingte Vogelauftreten gaben sowie Hinweise für eine Umstellung der Grünflächenbearbeitungsform unter Verzicht auf Mulchen. Auch die Umgebung des Flughafens wurde in die vorgenannten Untersuchungen einbezogen; dabei ergab sich, dass in einigen Schwerpunktbereichen der Flugsicherheit ein Mitspracherecht eingeräumt werden musste.

1982_2_flughafen_bre.pdf
Achilles, Albrecht
Grünflächenbewirtschaftung von Flughäfen - Teil II
Heft/Volume: 1982 / 1
Seite/Page: 23 - 27
Zusammenfassung:

Die Kapazitäts- und Kostenplanung der gebräuchlichen Systeme zur Grünflächenbewirtschaftung richtet sich neben den rein technischen Parametern auch nach den organisatorischen Möglichkeiten und den Notwendigkeiten des Flughafenbetriebs. Wegen der hohen Schlagkraft bei vergleichsweise geringen Anschaffungskosten ist die Mulch-Linie vorteilhaft. Falls das Mähgut abtransportiert werden muss, können auch Selbstfahr-Maschinen oder betriebseigene Lkw eingesetzt werden. Für eine 300 ha-Beispielfläche werden die entsprechenden Kosten ermittelt.

 

1982_1_gruenflaechenbewirtschaftung_flughaefen_teil2.pdf
Grieger, Franz-Josef
Embark zur Graswuchshemmung und Einsparung von Mäharbeit in Intensivrasen und landwirtschaftlich nicht genutzten Grasflächen
Heft/Volume: 1982 / 2
Seite/Page: 91 - 94
Zusammenfassung:

Durch die Anwendung von Embark (Wirkstoff Mefluidide) wird das Längenwachstum von Rasengräsern gehemmt, die Schosserbildung wird weitgehend unterdrückt und somit die Mahdhäufigkeit reduziert. Die Wirkung ist mit geringer Differenzierung bei allen bekannten Grasarten zu beobachten. Die Wirkungsdauer beträgt je nach Intensität der Düngung mehrere Wochen.

1982_2_embark_graswuchshemmung_einsparung_maeharbeit.pdf
Thorpe, John
Internationale Vogelschlagstatistik
Heft/Volume: 1982 / 2
Seite/Page: 68 - 72
Zusammenfassung:

Eine Analyse der weltweiten Vogelschläge wird zwar auf nationaler Ebene durchgeführt, jedoch korreliert die Statistik-Arbeitsgruppe des Birdstrike Committee Europe diese Ergebnisse miteinander. Zweck dieser Arbeiten ist es, Hinweise für die Praxis der Vergrämung z. B. auf Flughäfen zu erhalten, andererseits aber auch den Flugzeugkonstrukteur und die Luftverkehrsgesellschaften mit zweckdienlichen Hinweisen zu versorgen. Die weltweite Auswertung der Vogelschläge ergab u. a., dass die Schadenssummen jährlich bei 14 Mio. USD anzusetzen sind und dass die Vogelschlaggefährdung in Asien, Afrika und Nordamerika höher ist als in Europa.

1982_2_internationale_vogelschlagstatistik.pdf
Rooseleer, Guido
Tägliche Bewegungen von Lachmöwen im Bereich des Brüsseler Flughafens - Teil 2: Pendelbewegungen und Vorschläge
Heft/Volume: 1982 / 2
Seite/Page: 73 - 77
Zusammenfassung:

Aufgrund von Beobachtungen und Zählungen wurden Karten der täglichen Pendelbewegungen von Lachmöwen zwischen Schlaf- und Futterplätzen zusammengestellt. Eine Mülldeponie auf der südlichen Seite des Flughafens ist verantwortlich für das Möwenaufkommen und die über den Flughafen verlaufenden regelmäßigen Pendelbewegungen, die ein erhebliches Vogelschlagrisiko verursachen.

1982_2_bewegungen_lachmoewen_bru_teil2.pdf
Anhäuser, Dieter
Wuchshemmversuche auf Flugplätzen der Bundeswehr
Heft/Volume: 1982 / 2
Seite/Page: 85 - 90
Zusammenfassung:

Ständig kurzes Gras ist für Vögel auf Flugplätzen attraktiv. Um ständiges Mulchen zu vermeiden und das Gras möglichst lange Zeit in einer Länge zwischen 20 und 40 cm zu halten, wurden Versuche mit Wuchshemmern in verschiedenen Kombinationen und Konzentrationen durchgeführt. Dabei spielten Klima und Boden eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund wurden für verschiedene Teilräume der Bundesrepublik repräsentative Flugplätze ausgesucht, auf denen über einen Zeitraum von 4 bis 5 Jahren entsprechende Messwerte gewonnen wurden. Es ergab sich, dass relativ hohe Konzentrationen des Wuchshemmers und Kombinationen mit Herbiziden die besten Erfolge erbrachten.

1982_2_wuchshemmversuche_flugplaetze_bundeswehr.pdf
Prokora-Schmidt, Ulrike
Abfallbeseitigung - unterstützt mit modernen Hilfsstoffen
Heft/Volume: 1982 / 1
Seite/Page: 12-16
Zusammenfassung:

Zwischenlagen von Rottedeponien können durch Deponieschaum abgedeckt werden. Dadurch kommt es zu Erosions- und Deflationsschutz; Vernässungen der Oberfläche werden vermieden, ein Schutz gegen Ratten- und Mäusepopulationen wird erreicht. Ermöglicht wird zudem ein ungehinderter Gasaustausch durch die Oberfläche, verhindert werden Müllbrände. Das gesamte Verfahren trägt mit allen seinen Nebenwirkungen dazu bei, dass das Vogelaufkommen erheblich reduziert wird und in Flughafen-/Flugplatzbereichen ein wesentlicher Beitrag zur Flugsicherheit geleistet werden kann.

1982_1_abfallbeseitigung_moderne_hilfsstoffe.pdf
Hild, Jochen
Der Flughafen des Auslandes - Jomo Kenyatta Airport Nairobi/Kenia
Heft/Volume: 1982 / 1
Seite/Page: 35-43
Zusammenfassung:

Der Flughafen Nairobi rechnet nach der Statistik zu den besonders stark vogelschlaggefährdeten Flughäfen der Welt. Das ist bedingt durch die hohe Attraktivität des Flughafengeländes selbst und seiner Umgebung insbesondere für Greif- und Wasservögel. Grünlandwirtschaftliche Maßnahmen und solche der Schädlingsbekämpfung sind erforderlich, um das quantitative Vogelauftreten zu verringern. In der Umgebung können Sanierungsmaßnahmen im Rahmen der Entfernung wilder und öffentlicher Mülldeponien dazu beitragen, die Flugsicherheitssituation zu verbessern.

1982_1_jomo_kenyatta_airport_nairobi_kenia.pdf
Mebs, Theodor
Der Vogel - Der Mäusebussard
Heft/Volume: 1982 / 1
Seite/Page: 44-49
Zusammenfassung:

Da der Mäusebussard der häufigste Greifvogel Mitteleuropas ist, auch in Wäldern nahe bei Flughäfen/Flugplätzen horstet und während des Durchzugs im Frühjahr und Herbst in größerer Anzahl erscheint, kann es mit dieser Greifvogelart relativ oft Flugsicherheitsprobleme geben. Die Grünlandflächen von Flughäfen/Flugplätzen werden von Mäusebussarden gern als Jagdgebiet aufgesucht, vor allem dann, wenn dort eine Massenvermehrung von Feldmäusen stattgefunden hat und ein entsprechend reiches Beute-Angebot vorliegt. Wie von PREISSSEL (1981) dargelegt wurde, ist dann eine Bekämpfung der Mäuse mit chlorphacinonhaltigen Ködern erforderlich.

1982_1_maeusebussard.pdf
Fries, Alfred
Ein Flughafen stellt sich vor - Der Flughafen Hamburg
Heft/Volume: 1982 / 1
Seite/Page: 28-34
Zusammenfassung:

Der Verkehrsflughafen Hamburg-Fuhlsbüttel hat eine Flächengröße von 615 ha und liegt im Nordwesten des Stadtstaates Hamburg. Das Flughafengelände formt sich durch zwei über Kreuz liegende Startbahnen (23 / Q5 und 23 / 16) mit den beigegebenen Rollwegen als langgezogene Schenkel jeweils 450 m breit – der eine in Richtung Westen hautnah an bewohnte Gebiete angrenzend und der andere nach Norden in das Nachbarland Schleswig-Holstein hineinreichend.

1982_1_flughafen_ham.pdf
Rümler, Ruprecht
Methoden zur Schnellbegrünung mit Hilfe ingenieurbiologischer Verfahren zur Verhinderung von Erosionen und kurzfristigen Vogeleinfällen
Heft/Volume: 1982 / 1
Seite/Page: 17-22
Zusammenfassung:

Das Hauptziel der Schnellbegrünungsverfahren besteht in der raschen und dauerhaften Begrünung vegetationsloser Böden, die ohne eine dichte Pflanzendecke der Erosion, Deflation, Rutschung, Verdichtung oder Aushagerung preisgegeben sind. Darüber hinaus können solche Böden in Flughafenbereichen eine Vogelschlaggefahr bilden, da sie potenzielle Anziehungspunkte für bestimmte Vogelarten darstellen. Die Schnellbegrünung vegetationsloser Böden wird rasch und erfolgreich durch ingenieurbiologische Maßnahmen wie hydraulische Ansaaten, Saatmatten oder Rasenmatten erreicht.

1982_1_schnellbegruenung_ingenieurbiologische_verfahren.pdf
Rooseleer, Guido
Tägliche Bewegungen von Lachmöwen im Bereich des Brüsseler Flughafens - Teil 1: Fressgewohnheiten
Heft/Volume: 1982 / 1
Seite/Page: 8 - 11
Zusammenfassung:

Lachmöwen bevorzugen Nahrung natürlichen Ursprungs, wenn ausreichend vorhanden. Im Winter stellen sie sich auf Müllreste um. So können sie kälteste Perioden überleben, ohne in andere Gebiete ausweichen zu müssen. Dadurch verursachen sie auf dem Flughafen Brüssel ein ganzjähriges Vogelschlagrisiko, das ausschließlich durch die Mülldeponie von Nossegem bedingt ist.

1982_1_bewegungen_lachmoewen_bru_teil1.pdf
Utschick, Hans
Vergrämungstechnik - Zum Vogelschlagproblem durch Graureiher bei Fischteichen im direkten Umfeld von Flugplätzen/Flughäfen
Heft/Volume: 1982 / 1
Seite/Page: 50 - 57
Zusammenfassung:

Fischteichprojekte im Umfeld von Flugplätzen/Flughäfen sind nur dann vertretbar, wenn dadurch die Gefahr des Vogelschlags nicht erhöht wird. Sie müssen deshalb so angelegt werden, dass sie keine Wasservögel anlocken. Graureiher, die vor allem im Sommer und Herbst in größeren Zahlen auftreten können, werden von Gebieten mit zahlreichen Gewässern und mit gutem Nahrungsangebot angelockt. Die günstigsten Nahrungsbedingungen bieten störungsfreie, reich mit 10 - 15 cm großen Fischen besetzte Flachteiche. Eine Minimierung der Reiherzahlen kann erreicht werden durch Anlage vieler kleiner statt weniger großer Fischteiche, durch eine intensive Erholungsnutzung z. B. als Angelteiche und vor allem durch eine graureiherfeindliche Gestaltung und Bewirtschaftung. Kastenförmige, tiefe Teiche, deren Steilufer zusätzlich durch „Stolperdrähte“ geschützt werden können, sind besser als Flachteiche. Kleine Teiche sollten eingenetzt werden; Teiche bis zu 100 m Breite können mit dünnem Perlondraht überspannt werden. In ungeschützten Flachteichen sollten nur für den Reiher unattraktive, große Fische produziert werden. Am wenigsten reiher- und wasservogelgefährdet ist die Forellenproduktion in sog. Hängetuchteichen.

1982_1_vergraemungstechnik_graureiher_fischteiche.pdf

1981

Turesson, Lars-Olaf
Das Birdstrike Committee Europe, seine Geschichte und seine Arbeitsweise
Heft/Volume: 1981 / 2
Seite/Page: 71-76
Zusammenfassung:

Nach einer Tagung in Nizza im Jahr 1963 wurde 1966 das Birdstrike Committee Europe gegründet. Mitglieder sind heute nahezu alle westeuropäischen Staaten, die USA und Kanada sowie einige Vertreter Osteuropas. Das Komitee gilt als Beratungsgruppe der ICAO und hat den Auftrag, alle mit dem Vogelschlagproblem zusammenhängenden Fragen zu untersuchen und Empfehlungen für die ICAO zu erarbeiten. Aufgrund dieser Aufgabenstellung gliedert sich das BSCE in sechs Arbeitsgruppen, die sich mit Fragen der Flughäfen, der Datensammlung, des Vogelzugs, des Austauschs von Vogelschlagwarnungen, der Radarvogelzugbeobachtung und des technischen Schutzes von Luftfahrzeugen vor Vogelschlägen befassen. Eine enge Zusammenarbeit mit anderen internationalen Institutionen ist sichergestellt.

1981_2_birdstrike_committee_europe.pdf
von Bonin, Claus
Das Vogelzugbeobachtungs-, melde-, vorhersage- und warnsystem der Bundeswehr
Heft/Volume: 1981 / 2
Seite/Page: 84-88
Zusammenfassung:

Visuelle und Radarvogelzug-Beobachtungsmeldungen werden in der Bundeswehr auf festen Meldewegen in vorgeschriebener Form an eine Zentrale übermittelt. Dort werden die Meldungen gesammelt, ausgewertet und ggf. zu „Vogelschlagwarnungen“, sog. „BIRDTAM“, verarbeitet, die an die fliegenden Verbände weitergeleitet werden. Zudem gibt es eine mittelfristige „Birdstrike Risk Forecast“ sowie „Vogelmassierungskarten Europa“. Zweck des Gesamtsystems ist die Flugunfallverhütung insbesondere beim Tiefflug.

1981_2_radarvogelzugbeobachtung_bundeswehr.pdf
Becker, Jürgen
Das Radarvogelzugbeobachtungsnetz in Westeuropa - Struktur und Probleme
Heft/Volume: 1981 / 2
Seite/Page: 77-83
Zusammenfassung:

Seit über 20 Jahren werden in Europa Vogelzüge mit Hilfe von Radar beobachtet mit dem Ziel einer Erweiterung der ornithologischen Kenntnisse über den Vogelzug bzw. der Warnung des Flugbetriebs vor Vogelzügen. Systematische Untersuchungen liegen inzwischen aus 9 westeuropäischen Staaten (Belgien, Bundesrepublik Deutschland, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Norwegen, Schweden und Schweiz) vor. Gegenwärtig besteht ein besonderes Interesse in der Vereinheitlichung und besseren Koordinierung der Beobachtungen auch unter Einbeziehung elektronischer Zählverfahren für Vogelechos.

1981_2_radarvogelzugbeobachtungsnetz_westeuropa.pdf
Mercer, R. A.
Der Flughafen des Auslandes - Organisation und Arbeit der Vogel-Kontroll-Einheit auf dem Flughafen Heathrow/London
Heft/Volume: 1981 / 2
Seite/Page: 108-112
Zusammenfassung:

Ständige Aufmerksamkeit für das Vogelproblem auf einem verkehrsreichen Flughafen ist notwendig, um Vergrämungserfolge erzielen zu können. Die Aufgabe der Vogelvergrämung kann nicht beiläufig wahrgenommen werden. Umfangreiche Forschung auf diesem Gebiet ist noch erforderlich. In Heathrow ist diese Aufgabe in die Tätigkeit der Inspektion der Flugbetriebsflächen fest eingebunden. Mit pyro- und elektroakustischen Verfahren und durch ständige Kontrollfahrten wird versucht, dieses Flugsicherheitsrisiko zu mindern. Infrastrukturelle Maßnahmen befinden sich im Erprobungsstadium. Angesichts des ökologisch bedingten großen Vogelaufkommens in der Nähe von Heathrow gibt die vergleichsweise niedrige Vogelschlagrate einen Hinweis darauf, dass die bisherigen Maßnahmen zur Vogelkontrolle erfolgreich waren.

1981_2_airport_london_heathrow.pdf
Achilles, Albrecht
Grünflächenbewirtschaftung von Flughäfen
Heft/Volume: 1981 / 1
Seite/Page: 26 - 29
Zusammenfassung:

Für die Pflege der Grünflächen von Flugplätzen hat sich nach der Schafbeweidung eine zuverlässige Technik zum Kurzhalten des Grüns durchgesetzt. Aus ökologischen Gesichtspunkten strebt man heute eher eine Extensivierung der Bearbeitung mit höherem Bewuchs an. Dieses bedeutet eine andere Bearbeitungstechnik, da kein Feinschnitt mehr durchgeführt werden kann und das Mähgut abtransportiert werden muss.

1981_1_gruenflaechenbewirtschaftung_flughaefen_teil1.pdf
Küsters, Ekkehard R.
Der Vogel - Die Sturmmöwe (zur Ökologie flugbetriebsgefährdender Vogelarten)
Heft/Volume: 1981 / 2
Seite/Page: 113-119
Zusammenfassung:

Die Entstehung neuer Gewässer als Folge von Kies- und Braunkohlenabbau hat durch die hiermit verbundene Schaffung von Brutplätzen während der letzten Jahrzehnte zu einer Ausbreitung der Sturmmöwe vor allem im Rheinland geführt. Die Zahl der im Binnenland überwinternden Exemplare ist allerdings gering. Im Bereich der Küste sind die meisten Sturmmöwen während der Hauptzugmonate März und Oktober anzutreffen, die Anzahl der Überwinterer hängt von der Strenge des Winters ab. Flugplätze stellen aufgrund ihrer Biotopstruktur ein potenziell günstiges Nahrungs- und Rastareal für Sturmmöwen dar; ökologischen Maßnahmen zur Attraktivitätsminderung kommt daher große Bedeutung bei der Verhütung von Vogelschlägen zu.

1981_2_sturmmoewe.pdf
Fürbeth, Herbert
Ein Flughafen stellt sich vor - Der Flughafen Frankfurt Main
Heft/Volume: 1981 / 2
Seite/Page: 102-107
Zusammenfassung:

Die naturräumliche Lage des Flughafens Frankfurt Main verursacht vergleichsweise wenige Vogelschlagrisiken auf dem Betriebsgelände selbst. Groß ist allerdings die Zahl von Problemflächen in der kritischen Umgebung, wo es an natürlichen und künstlichen Gewässern, Feuchtflächen, Abfallbeseitigungsanlagen und Kläranlagen mit ihrem reichen Nahrungsangebot oft zu Vogelansammlungen und gefährlichen Pendelbewegungen kommt. Es wird in Frankfurt gezeigt, wie sich ökologische Vogelschlagverhütungsmaßnahmen in die Umweltplanung einfügen.

1981_2_flughafen_fra.pdf
Preissel, Hans-Georg
Feldmäuse - ein Problem auf landwirtschalftlichen Flächen und Flugbetriebsflächen
Heft/Volume: 1981 / 2
Seite/Page: 89-93
Zusammenfassung:

Mit Ausnahme geschlossener Waldbestände kommen Feldmäuse überall in der Landschaft vor. Unter günstigen Lebensbedingungen kommt es immer wieder zu Massenvermehrungen dieser schädlichen Nagetiere. Auf landwirtschaftlichen Flächen können Feldmäuse erhebliche Ernteschäden verursachen, die im Einzelfall zur vollständigen Vernichtung der Kulturen führen können. Von Feldmäusen besiedelte Flugplätze locken Raubvögel an, so dass hierdurch Flugsicherheitsprobleme entstehen. Eine wirtschaftliche Bekämpfung der Feldmäuse ist in Deutschland mit einem chlorphacinonhaltigen Köder möglich. Dieser Fertigköder kann mit Granulatstreuern auf die Bodenoberfläche ausgebracht werden und erlaubt dadurch flächendeckende Bekämpfungsaktionen.

1981_2_feldmaeuse_problem.pdf
Hild, Jochen und Keil, Werner
Der Flughafen des Auslandes - Airport Dakar-Yoff
Heft/Volume: 1981 / 1
Seite/Page: 39 - 43
Zusammenfassung:

Der Flughafen Dakar-Yoff ist aufgrund seiner klimatischen, boden- und vegetationskundlichen Situation, aber auch in Anbetracht der ökologischen Verhältnisse in der Umgebung besonders stark vogelschlaggefährdet. Während der Monate Januar/Februar ist mit verstärktem Zugvogelaufkommen, in den Monaten August bis Oktober zusätzlich mit einer hohen Standvogeldichte zu rechnen. Dadurch und aufgrund der Tatsache, dass hier der Anteil von Vogelarten erheblicheren Gewichts besonders hoch angesetzt werden muss, gehört der Flughafen zu den „gefährlichsten“ der Welt. Für die Beurteilung der Vogelschlaggefahr ist zudem zu berücksichtigen, dass die Individuendichte im nördlichen An-/Abflugsektor höher ist als im südlichen Sektor. Die relativ hohe Dichte der Greifvögel weist darauf hin, dass insbesondere bei starker Thermik in unverhältnismäßig großen Höhen (6.000 bis 8.000 ft) noch mit derartigen Vögeln zu rechnen ist und dass bei Winden aus nördlichen Richtungen die Individuendichte am Flughafen weiter ansteigt.

1981_1_airport_dakar-yoff.pdf
Bundesminister für Verkehr
Richtlinien zur Verhütung von Vogelschlägen im Luftverkehr vom 13. Februar 1974
Heft/Volume: 1981 / 2
Seite/Page: 65-70
Zusammenfassung:

Nachstehend werden die Richtlinien zur Verhütung von Vogelschlägen im Luftverkehr wiedergegeben, die vom Bundesminister für Verkehr erlassen wurden und zusammen mit den entsprechenden Absätzen des Luftverkehrsgesetzes für die Flugsicherheitsarbeit im Rahmen der Vogelschlagverhütung maßgebend sind.

1981_2_richtlinien_verhuetung_vs.pdf
Küsters, Ekkehard D.
Der Vogel - Die Lachmöwe (zur Ökologie flugbetriebsgefährdender Vogelarten)
Heft/Volume: 1981 / 1
Seite/Page: 44-49
Zusammenfassung:

Lachmöwen sind an Vogelschlägen stark beteiligt; sie besitzen unter den Möwen das weiteste ökologische Spektrum und haben sich während der letzten Jahrzehnte insgesamt auch außerhalb Mitteleuropas weit verbreitet. Ursache dafür war u. a. die Tatsache, dass diese Vögel als Allesfresser zu gelten haben. Sie pendeln häufig in großen Schwärmen zwischen Brut-, Futter- und Schlafplätzen. Während der Brutzeit schließen sie sich zu Kolonien zusammen, nach der Brut führen sie ungerichtete Zwischenzüge aus. Insbesondere die nordischen und östlichen Populationen ziehen im Herbst in südliche und westliche Richtungen, daher nimmt in Mitteleuropa die Zahl der Lachmöwen im Winter zu.

1981_1_lachmoewe.pdf
Hild, Jochen
Versuche mit Wuchshemmern und Herbiziden zur Feststellung von Spätschäden an Grünlandflächen
Heft/Volume: 1981 / 2
Seite/Page: 94-101
Zusammenfassung:

Versuche mit Wuchshemmern und Herbiziden auf verschiedenen Flughäfen/Flugplätzen unter verschiedenen Boden- und Klimabedingungen führten zunächst zu deutlichen Ausfällen unter den Dikotylen und zu Änderungen im Deckungsgrad- und Soziabilitätsgefüge aller Arten. Die Artenzahlschwankungen lagen über acht Jahre innerhalb der üblichen Schwankungsbreiten, denen Grünlandgesellschaften im Laufe der Zeit unterworfen sind. Nach Aufhören der Applikation kam es sehr schnell zu Regenerationserscheinungen, die gefördert wurden durch Umstellung der Bewirtschaftungsform und durch ökologisch intakte Flächen in der Umgebung. Eklatante Spätschäden waren nicht erkennbar.

1981_2_wuchshemmern_herbiziden_spaetschaeden_grundlandflaechen.pdf
Ballensiefen, Rudolf
Ein Flughafen stellt sich vor - Der Flughafen Köln/Bonn
Heft/Volume: 1981 / 1
Seite/Page: 34-38
Zusammenfassung:

Der Flughafen Köln/Bonn ist ein naturwissenschaftlich hochinteressanter Raum, der durch botanische, ornithologische und geologische Besonderheiten gekennzeichnet ist. Die Verschiedenartigkeit der Flächen bedingte spezielle Vogelschlagprobleme. Seit 1962 ist man allerdings bereits bemüht, dieses Flugsicherheitsrisiko einzuschränken; Maßnahmen des Biotopmanagements stehen dabei im Vordergrund.

1981_1_flughafen_cgn.pdf
Keil, Werner
Die Entwicklung des Deutschen Ausschusses zur Verhütung von Vogelschlägen im Luftverkehr
Heft/Volume: 1981 / 1
Seite/Page: 6-10
Zusammenfassung:

Der Deutsche Ausschuss zur Verhütung von Vogelschlägen im Luftverkehr wurde am 30.07.1964 als lockerer Zusammenschluss ins Leben gerufen; Mitglieder wurden alle in der Bundesrepublik Deutschland an der Luftfahrt beteiligten Institutionen. Seit der Gründung wurden 24 Arbeitstagungen durchgeführt; die fachliche Arbeit wurde im Wesentlichen auf drei Arbeitsgruppen verlagert. Die Finanzierung des Ausschusses übernahmen staatliche und private Institutionen, BMVg und BMV stellten Forschungsmittel zur Verfügung. Die Haupttätigkeit des Ausschusses bestand in der schriftlichen und mündlichen Beratung der Flughäfen und in der Bearbeitung wissenschaftlicher Spezialprogramme. Die Ausschussarbeit war zudem eingebunden in die internationale Flugsicherheitsarbeit.

1981_1_entwicklung_davvl.pdf
von Raden, Henning
Die Abhängigkeit des Vogelschlagrisikos von der Tide bei Tiefflügen über dem Watt
Heft/Volume: 1981 / 1
Seite/Page: 30-33
Zusammenfassung:

Die Vogelschlaggefahr über dem Watt ist bei Ebbe bis zu dreimal so groß wie bei Flut. Speziell gefährlich sind die Zeiten drei bis vier Stunden vor Niedrigwasser sowie kurz nach und zweieinhalb bis dreieinhalb Stunden nach Niedrigwasser.

1981_1_abhaengigkeit_vogelschlagrisiko_tide.pdf
Keil, Werner
Vergrämungstechnik - Pyroakustik und Elektroakustik
Heft/Volume: 1981 / 1
Seite/Page: 50-54
Zusammenfassung:

Langjährige Versuche und Untersuchungen haben gezeigt, dass pyroakustische und elektroakustische Methoden zur Vogelvergrämung wirksam sein können, wenn sie fachgerecht zur Anwendung kommen. Während Maßnahmen des Biotopmanagements mittel- und langfristig wirksam sind, können diese technischen Maßnahmen dazu beitragen, unmittelbare Gefahren für den Luftverkehr kurzfristig auszuschalten.

1981_1_vergraemungstechnik_pyroakustik_elektroakustik.pdf
Becker, Jürgen und Diedler, Udo
Vogelschlagstatistik Bundeswehr 1976 bis 1980
Heft/Volume: 1981 / 1
Seite/Page: 21-25
Zusammenfassung:

Die Vogelschläge der Bundeswehr in den Jahren 1976 bis 1980 werden im Hinblick auf die Gesamtzahl der Unfälle/Zwischenfälle, die entstandenen Schäden und Kosten, die Luftfahrzeugtypen, die Flugphasen, die monatliche und höhenmäßige Verteilung sowie die beteiligten Vogelarten analysiert. Der größte Teil der Vogelschläge ereignete sich mit Strahlflugzeugen im Tiefflug unterhalb 1.000 ft GND.

1981_1_vogelschlagstatistik_bundeswehr_1976-1980.pdf
Hoffmann, Ottokar und Schabram, Walter F.
Vogelschlagstatistik Deutsche Lufthansa seit 1976
Heft/Volume: 1981 / 1
Seite/Page: 17-20
Zusammenfassung:

In der Bundesrepublik Deutschland sind Vogelschläge anzeigepflichtige Störungen. Ihre Auswertung soll Anregungen für die Flugsicherheit geben. Die Meldungen ermöglichen noch keine eindeutigen statistischen Nachweise. Seit 1975 zeigt die jährliche Vogelschlagzahl eine abnehmende Tendenz, jedoch lassen sich im Jahresverlauf Schwerpunkte erkennen. Das Vogelschlagrisiko scheint bei Start, Landung und Anflug am höchsten zu sein. Relativ am meisten betroffen war der Typ Boeing 707; 53,2 % der Zwischenfälle hatten keinen Schaden zur Folge.

1981_1_vogelschlagstatistik_dlh_seit1976.pdf
Hild, Jochen
Ziele und Aufgaben des Deutschen Ausschusses zur Verhütung von Vogelschlägen im Luftverkehr (DAVVL) e. V.
Heft/Volume: 1981 / 1
Seite/Page: 11-16
Zusammenfassung:

Der DAVVL hat sich mit Wirkung vom 1. Januar 1981 die Rechtsform eines e. V. gegeben, seine Aufgaben und Ziele neu definiert und einen neuen Vorstand gewählt. Mitglieder des neuen DAVVL e. V. sind an der Luftfahrt in irgendeiner Form Beteiligte, denen je nach Fach- und Sachkenntnis Aufgaben zukommen, die auf eine fachwissenschaftliche, jedoch praxisbezogene Beratung hinauslaufen, aber auch die Forschung nicht unberücksichtigt lassen. Über den fünfköpfigen Vorstand - im weitesten Sinne Fachwissenschaftler mit engem Praxisbezug - ist der DAVVL e. V. in internationale Gremien eingebunden. Das Schwergewicht der DAVVL-Tätigkeit liegt auf folgenden Arbeitsgruppen, die aus wenigen Experten bestehen: Vogelzug-Radar-Wetter, Flughafenökologie sowie Statistik.

1981_1_ziele_aufgaben_davvl.pdf