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Vogelzugvorhersage

Vogelschlagrisiko-Vorhersage für Mitte bis Ende Juni 2022

Die Vogelbestände in Deutschland sind stabil und das Risiko von Vogelschlägen bleibt nach wie vor sehr hoch. Neben unerfahrenen Jungvögeln steigert auch die hohe Aktivität der Elterntiere, die ihren Nachwuchs mit Nahrung versorgen müssen, die Gefahr von Vogelschlägen. In der Regel sind jetzt aber häufig leichtgewichtige Arten wie Lerchen, Schwalben und Segler betroffen, die kaum Schäden verursachen. Die aktuelle Hochdruckwetterlage bedingt allerdings eine oftmals größere Flughöhe der Insektenjäger, sodass Kollisionen auf dem Flughafengelände etwas seltener sind als bei Tiefdruckverhältnissen.

Hochstehende Vegetation mit Blüten und Samen, die jetzt gehäuft auf Flughäfen auftreten, dient Tauben als Nahrung, sodass aktuell mit Ringel- und Hohltauben auf den Flugbetriebsflächen gerechnet werden muss. Versiegelte Flächen werden zudem als Rastplatz und zur Aufnahme von Magensteinchen genutzt, während Bäume und Gebäude als Brutplatz dienen. Haustauben halten sich vermehrt an Gebäuden auf und nutzen auch menschliche Abfälle. Des Weiteren lockt die Mahd Störche, Greife oder Möwen an und es muss mit Pendelflügen dieser Arten bis 500 ft Höhe während des Tages gerechnet werden. Die ersten beziehungsweise letzten Stunden des Tages stellen dabei einen besonders kritischen Bereich mit allgemein erhöhter avifaunistischer Aktivität dar. An den Küsten Deutschlands muss auch immer mit größeren Ansammlungen und Pendelflügen von Wasservögeln gerechnet werden. Im Osten und Norden streifen darüber hinaus häufig Kraniche umher, während Nichtbrüter bei Gänsen in weiten Teilen Deutschlands auftreten.  

  

Die aktuelle Birdtam-Situation sollte bei der Flugvorbereitung unter https://www.notams.faa.gov/common/birdtam.html besondere Beachtung finden.

VS-Vorhersage Juni 2

Birdstrike Forecast June 2