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Vogelzugvorhersage

Vogelschlagrisiko-Vorhersage für Anfang bis Mitte Februar 2023

Mit dem Rückzug erster früh ziehender Vogelarten und beginnendem Balzverhalten mancher Arten steigert sich das Vogelschlaggeschehen an deutschen Flughäfen Anfang Februar in der Regel. Bis jetzt ist von großräumigem Vogelzug aber noch nichts zu spüren, sodass die Flugaktivität der Avifauna sich größtenteils unter 800 ft abspielt. Auch ein erneuter Wintereinbruch kann zu lokalen Zugbewegungen vieler Vögel führen und sich damit auf das Vogelschlagrisiko auswirken.

Die Bestände der meisten relevanten Arten sind recht konstant, auch aufgrund des gemäßigten Wetters. Nach wie vor stellen ausgedehnte Feuchtgebiete und Flüsse wie Rhein, Elbe, Weser und Oder gute Rastbedingungen für viele Vogelarten wie Gänse, Kraniche oder Schwäne dar, sodass in diesen Bereichen mit einem erhöhten Vogelaufkommen gerechnet werden muss. Auch überregionale Bewegungen der Gänse entlang der Küsten und zurück in Richtung der Brutplätze im Nordosten können für den Luftverkehr nach wie vor eine Gefahr darstellen. Rückläufige Zahlen bei Blässgänsen können darauf hindeuten.   

An den Flughäfen stellen schneefreie Grünflächen gute Nahrungsgründe vor allem für Krähen und Greifvögel dar. Zudem beginnt allmählich die Brutzeit der Tauben, welche die Flughäfen ebenfalls als Nahrungshabitat nutzen können. Während Haustauben Innen- und Außenbereiche von Gebäuden als Brutplatz nutzen und Abfälle oder Grünflächen zur Nahrungsaufnahme wählen, sind Ringeltauben Gebäude- und Baumbrüter und ernähren sich von grünen Pflanzenteilen und Samen. Hohltauben sind seltener als Nahrungsgäste an Flughäfen und besitzen ein ähnliches Nahrungsspektrum wie Ringeltauben. Alle Arten treten ins ganz Deutschland auf, wobei die Haustaube sich auf größere Siedlungen konzentriert.

 Die aktuelle Birdtam-Situation sollte bei der Flugvorbereitung unter https://www.notams.faa.gov/common/birdtam.html besondere Beachtung finden.

VS Vorhersage Feb. 1

Birdstrike Forecast Feb. 1