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Vogelzugvorhersage

Vogelschlagrisiko-Vorhersage für Anfang bis Mitte März 2021

Nach der intensiven Kältewelle Mitte Februar und dem damit verbundenen Zugstopp haben die deutlich steigenden Temperaturen letzthin zu einem massiven Zug Richtung Norden und Nordosten geführt. Das gilt neben weniger relevanten Kleinvögeln insbesondere für Arten wie Star, Dohle, Ringeltaube und Feldlerche, aber auch Kranich, Wat- und Wasservögel. Während der Zug der Kurzstreckenzieher bald abgeschlossen sein wird, sind Mittelstreckenzieher auch in den nächsten Wochen noch unterwegs.

Die aktuell erhöhte Zugaktivität von Kurz- und Mittelstreckenziehern führt zu einem gesteigerten Vogelschlagrisiko an deutschen Flughäfen. Der Vogelzug findet häufig entlang der Küsten bzw. großer Fließgewässer wie Rhein, Elbe oder Donau statt, wo auch begleitende Feuchtgebiete als Rastflächen dienen. Viele Vogelarten ziehen tagsüber und nutzen Höhen unterhalb von 6.000 ft, aber gerade viele Sing- und Watvögel nutzen vorwiegend die Nachtstunden und Kraniche und Gänse können auch deutlich höher fliegen.  

Die Bestände nordischer Gänse in Nord- und Ostdeutschland sind noch stabil, erhöhte Truppgrößen bei Weißwangengänsen deuten aber auf Durchzug hin. Graugänse treffen aber aktuell sehr verstärkt in Deutschland ein und beziehen die Brutgebiete. Gleiches gilt auch für Weißstörche und Kiebitze sowie Misteldrosseln und Rotmilane. Auf der anderen Seite sind Rotdrosseln, überwinternde Wacholderdrosseln und Limikolen mittlerweile größtenteils abgezogen in Richtung der nordöstlich gelegenen Brutgebiete.   

 Die aktuelle Birdtam-Situation sollte bei der Flugvorbereitung unter https://www.notams.faa.gov/common/birdtam.html besondere Beachtung finden.

VS-Vorhersage März 1

Birdstrike Forecast March 1