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Vogelzugvorhersage

Vogelschlagrisiko-Vorhersage für Mitte bis Ende November 2017

Der Vogelzug in Deutschland ist vielerorts noch in vollem Gange, und die Flugbewegungen von Nordost nach Südwest werden nur langsam weniger. Es werden immer noch große Trupps Kraniche auf dem Zug zwischen Brandenburg und Rheinland-Pfalz gemeldet. Grund für den späten Abzug sind vermutlich die recht milde Witterung und das Angebot an Ernteresten. Eine Kaltfront kann allerdings kurzfristig zum Abzug der Vögel führen. Der Zug der Kormorane, Drosseln, Stare und Tauben hat sich hingegen schon leicht abgeschwächt, und etliche Tiere werden Deutschland bis Ende des Monats verlassen haben. Auch Schwalben und Segler treten bei uns jetzt nicht mehr auf. Dennoch ist die Vogelschlaggefahr gerade in den Küstenbereichen und an großen Flussniederungen des norddeutschen Tieflandes nach wie vor sehr hoch. Dafür sind vor allem die immer größer werdenden Trupps der nordischen Gänse und Schwäne verantwortlich, die vielfach bei uns überwintern oder weiter Richtung Niederlande und Frankreich ziehen. Auch die Restbestände der im Nordosten Europas brütenden Enten wie Trauer-, Pfeif- oder Eiderente nehmen in diesen Gebieten derzeit deutlich zu. Etliche Watvögel haben unsere Breiten dagegen schon verlassen. Mit Vogelzug muss sowohl am Tag als auch in der Nacht gerechnet werden, und der Großteil spielt sich unterhalb von 6.000 ft ab. Die Pendelbewegungen von Gänsen und Schwänen liegen meist deutlich unterhalb von 500 ft, so dass vor allem in der Nähe von Flughäfen eine höhere Kollisionsgefahr besteht.  

Die aktuelle Birdtam-Situation, bereitgestellt von der Bundeswehr, sollte bei der Flugvorbereitung unter https://1drv.ms/a/s!AondckxUA7f3fI0LIgaABZVbaRw besondere Beachtung finden.

 

Dr. Juliane Riechert

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