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Vogelzugvorhersage

Vogelschlagrisiko-Vorhersage für Mitte bis Ende Januar 2018

Seit einigen Tagen sinken die Temperaturen in vielen Teilen Deutschlands, was zu lokalen Zugbewegungen (Kälteflucht) führen kann. Diese finden meist in Höhen bis zu 3.000 ft statt, in einzelnen Fällen können sie aber auch bis 6.000 ft erreichen. Der Vogelzug sowie Pendelflüge finden dabei vor allem während des Tages und verstärkt auch in der Dämmerung statt. Fallen die Temperaturen weiter, so konzentrieren sich die Wasservögel zunehmend an den Küsten und großen Flussniederungen von Elbe, Weser und Rhein. Die Zahl nordischer Gänse hat leicht abgenommen, was den Weiterzug Richtung Niederlande und Frankreich bedeuten kann. Ähnliches gilt für Kiebitze, die vorwiegend noch entlang der Nordseeküste und im Rheingebiet gesichtet wurden. Der bis jetzt insgesamt recht milde Winter hat allerdings zu letzthin steigenden Zahlen an Kranichen im Norden und Osten Deutschlands geführt, wobei sich besonders große Trupps in der Diepholzer Moorniederung und dem Havelland aufhalten. Die Anzahl überwinternder Ringeltauben, Stare und Drosseln ist recht konstant und verteilt sich weitestgehend über ganz Deutschland, die Gefahr für den Luftverkehr ist dabei eher gering. Die großen Grünflächen von Flughäfen locken in dieser Zeit auch oft große Schwärme Möwen, Krähen, Drosseln oder Greifvogeltrupps an, weshalb hier mit diesen Arten immer gerechnet werden muss. Insgesamt ist die Vogelschlaggefahr bis Ende Januar aber noch auf einem geringen Niveau. 

Die aktuelle Birdtam-Situation, bereitgestellt von der Bundeswehr, sollte bei der Flugvorbereitung unter https://1drv.ms/a/s!AondckxUA7f3fI0LIgaABZVbaRw besondere Beachtung finden.

 

Dr. Juliane Riechert

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