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Über uns

Seit mehr als 50 Jahren ist der DAVVL das Expertengremium in Deutschland, wenn es um Fragen biologischer Flugsicherheit geht. Da Vögel und Flugzeuge gemeinsam den Luftraum nutzen, kommt es immer wieder zu Kollisionen – sogenannten Vogelschlägen –, die erhebliche Schäden an Luftfahrzeugen und auch Flugunfälle verursachen können.

Als in den 1960er Jahren mit der Zunahme des Flugbetriebs auch die Zahl der Vogelschläge anstieg, wurde auf Anregung des Bundesministers für Verkehr im Jahr 1964 der Deutsche Ausschuss zur Verhütung von Vogelschlägen im Luftverkehr (DAVVL) e. V. gegründet, ein gemeinnütziger Verein, der sich mit den Zusammenhängen von Vegetation und Vogelaufkommen im Umfeld von Verkehrsflughäfen beschäftigt und Konzepte zur Vogelschlagverhütung und biologischen Flugsicherheit ausarbeitet. Auf Basis der Beratung des DAVVL konnte die Vogelschlagrate des deutschen Luftraums in den vergangenen 30 Jahren um rund 60 Prozent gesenkt werden.

Als deutsches Vogelschlagkomitee mit Geschäftsstelle in Bremen beraten wir Flughafenbetreiber, Fluggesellschaften, Luftfahrzeughersteller und öffentliche Entscheidungsträger in Fragen biologischer Flugsicherheit. Für unsere aktuell 27 Mitgliedsflughäfen im In- und Ausland erstellen wir im Rahmen spezieller Untersuchungen vor Ort Biotopgutachten und sprechen Empfehlungen zur Umsetzung individueller Maßnahmen zur Vogelschlagprävention aus. Darüber hinaus sind wir an Gesetzgebungsverfahren der Branche beteiligt und werden als Fachbeistand bei verschiedenen Genehmigungs- und Rechtsverfahren hinzugezogen.

Des Weiteren bieten wir Schulungen für Flughafenmitarbeiter zum Thema Wildtiergefahrenmanagement an und führen Forschungs- und Versuchsprogramme durch bzw. begleiten diese durch unser Fachpersonal.

Vogelschläge an Luftfahrzeugen mit deutscher Kennung sind dem DAVVL anzuzeigen. In Abstimmung mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und dem Luftfahrtbundesamt (LBA) führen wir die Vogelschlagdatenbank für die Bundesrepublik Deutschland und leiten die Daten an die internationale Luftfahrtbehörde (ICAO) nach Montreal/Kanada weiter, wo sie die internationale Vogelschlagdatenbank (IBIS) ergänzen.